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Warenwirtschaft

Warenwirtschaft Schuhgeschäft: Größenlauf, Barcode und die Kassenfrage

Welda-Team16 Min. Lesezeit1 November 2026

Eine gute Warenwirtschaft für das Schuhgeschäft führt jede Größe jeder Farbe jedes Modells als eigenen Artikel, bucht beim Scannen des Kartons genau dieses Paar aus und zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Größen im Lauf noch vorhanden sind. Das ist das erste Auswahlkriterium. Das zweite klären Sie am besten gleich danach: Soll das System auch Ihre Kasse im Sinne der Kassensicherungsverordnung sein, oder läuft es neben einer zertifizierten Kasse? Beide Fragen sollten geklärt sein, bevor Sie ein Angebot unterschreiben.

Wer nach Warenwirtschaft Schuhgeschäft sucht, hat meist ein konkretes Problem: Das Modell steht im Regal, aber die 39 ist nicht da, und niemand weiß, ob sie im Lager, in der anderen Filiale oder längst verkauft ist. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, ein System nach der Logik Ihres Handels zu prüfen, also nach Größenlauf, Order-Rhythmus, Karton und Ausstellungsschuh, nicht nach der Länge einer Funktionsliste.

Warum der Größenlauf über Ihre Software entscheidet

Ein Bäcker verkauft Artikel. Ein Schuhhändler verkauft Kombinationen. Ein Damenmodell in zwei Farben und sieben Größen besteht bereits aus vierzehn Zeilen, und jede dieser Zeilen kann unabhängig von den anderen ausverkauft sein. Wer ein Modell dann unter einem Sammelbestand führt, weiß zwar, wie viele Paare er besitzt, aber nicht, ob eines davon der Kundin passt, die gerade vor ihm steht.

Rechnen Sie Ihr eigenes Sortiment durch, bevor Sie einen Anbieter ansprechen. Die Zahl fällt oft deutlich höher aus als erwartet, und jeder seriöse Anbieter wird danach fragen.

Berechnung der Artikelzahl im Schuhgeschäft: 130 Modelle, 2 Farben und 8 Größen ergeben im Beispiel 2.080 Artikel
Modelle, Farben und Größen multipliziert ergeben die tatsächliche Artikelzahl (Beispielrechnung).

Aus diesem Ergebnis folgen drei praktische Dinge. Erstens: Artikel einzeln von Hand anzulegen kommt nicht infrage, Sie brauchen einen sauberen Massenimport. Zweitens: Die Suche muss schnell und verlässlich arbeiten, denn niemand scrollt am Samstagvormittag durch tausend Zeilen. Drittens: Bezeichnungen müssen für das Team sofort lesbar sein. „Stiefel schwarz 2“ hilft an der Kasse niemandem weiter.

Technisch gibt es zwei Wege. Manche Systeme führen ein Modell als Stammartikel mit einer Größenmatrix darunter. Andere legen jede Größe und Farbe als eigenen Artikel an. Welda Stock arbeitet nach dem zweiten Prinzip: Jede Größe und Farbe erhält eine eigene Artikelnummer und einen eigenen Barcode, und beim Verkauf sinkt nur der Bestand des gescannten Artikels. Das hält den Kassenvorgang einfach. Wer beim Einkauf zwingend mit einer Größenmatrix auf einem Bildschirm arbeiten möchte, sollte das zu Beginn einer Vorführung ansprechen, denn dieser Unterschied prägt den Alltag.

Vororder, Nachorder, NOS: Der Takt des Schuhhandels muss in die Daten passen

Im Schuhhandel wird die Saison lange vor dem ersten Verkauf entschieden. In der Vororder legen Sie sich auf Modelle und Größen fest, oft Monate vor der Lieferung. Was dann läuft, lässt sich vielleicht nachordern, vielleicht aber auch nicht, je nachdem, was der Lieferant noch auf Lager hat. Daneben stehen die NOS-Artikel, also „Never out of Stock“: der schwarze Klassiker, der laufende Sneaker, die das ganze Jahr nachbestellbar bleiben sollen.

Daraus ergibt sich ein Kalender, den eine Warenwirtschaft mit ihren Berichten begleiten sollte. Die zentrale Frage lautet an jedem Punkt dieses Kalenders: Habe ich die Zahlen je Größe zur Hand, wenn ich sie brauche?

Zeitleiste von Vororder über Wareneingang, Saisonstart und Nachorder bis Schlussverkauf mit den jeweils benötigten Zahlen
Der Schuhhandel denkt in Ordern; die Größendaten müssen im richtigen Moment bereitliegen.

Für die Software heißt das: Der wertvollste Bericht Ihres Jahres ist der Abverkauf der Vorsaison nach Größe, genau dann, wenn Sie zur Order fahren. Wenn Sie den erst aufwendig zusammensuchen müssen, ordern Sie wieder aus dem Gefühl heraus. Welda Stock liefert tägliche, wöchentliche und monatliche Verkaufsberichte, die sich nach Excel exportieren lassen. Da jede Größe ein eigener Artikel ist, summieren Sie ein Modell dort über das Präfix Ihrer Artikelnummer. Ob Ihnen dieser Schritt genügt oder ob Sie die Modellsicht direkt am Bildschirm brauchen, sollten Sie in der Vorführung prüfen.

Auch Mindestbestände sind in diesem Takt anders zu denken. Für NOS-Artikel ist eine Meldegrenze je Größe sinnvoll, weil Sie tatsächlich nachbestellen können. Bei einem Saisonmodell, das nur einmal geordert wurde, erzeugt dieselbe Warnung lediglich Rauschen: Die Liste wird lang, und nach einer Woche liest sie niemand mehr. In Welda Stock legen Sie den Mindestbestand je Artikel selbst fest, Sie können also gezielt nur die NOS-Größen damit versehen. Mehr zum zeitlichen Vorlauf finden Sie in unserem Beitrag zur saisonalen Lagerplanung.

Artikelnummern für Größe, Weite und Farbe entwerfen, bevor Sie Software wählen

Die Struktur Ihrer Artikelnummern ist die Entscheidung, die sich später am schwersten korrigieren lässt, denn sie steckt in jedem Etikett und jedem Bericht. Setzen Sie sich deshalb einen Nachmittag lang mit Papier und Stift hin. In Deutschland wird überwiegend in Pariser Stich gerechnet, doch Importmarken bringen oft UK-Größen mit, halbe Größen sind bei vielen Herstellern üblich, und in der Damen- und Kinderschuhabteilung kommt die Weite als weitere Dimension dazu, etwa F, G, H und K oder bei Kindern schmal, mittel und weit.

FallBeispielWarum so
Ganze GrößeSTF214-SWZ-39-GModell, Farbe, Größe, Weite in fester Reihenfolge; so sortiert sich die Liste von selbst.
Halbe GrößeSNK088-WSS-39H-GKein Komma im Code, sonst behandeln Tabellenprogramme den Wert leicht als Zahl.
UK-MarkeBRG301-BRN-UK6-GEin Kürzel macht sichtbar, dass die Zahl nicht der Pariser Stich ist.
KinderschuhKIN031-BLU-27-MEigenes Präfix hilft vor der Einschulung, die ganze Gruppe mit einer Suche zu finden.
Ohne GrößeZUB-PFLEGE-SWZPflegemittel, Einlagen, Schnürsenkel: eine Zeile genügt.

Verlassen Sie sich nicht allein auf die Modellnummer des Lieferanten. Zwei Hersteller können dieselbe Nummer verwenden, und ein Hersteller kann sie Jahre später für einen anderen Leisten erneut vergeben. Speichern Sie die Lieferantennummer zusätzlich und machen Sie Ihren eigenen Code zum führenden Schlüssel.

Beim Barcode haben Sie es oft leichter: Markenhersteller liefern ihre Kartons in der Regel mit einer EAN je Größe und Farbe. Nutzen Sie diese. Prüfen Sie aber stichprobenartig, ob wirklich jede Größe eine eigene Nummer trägt. Bei kleineren Herstellern oder Sonderposten fehlt der Code unter Umständen; dann vergeben Sie eine interne Nummer und bekleben den Karton an der Stirnseite. Dafür brauchen Sie einen Etikettendrucker. In unseren Produktunterlagen ist kein eigener Etikettendruck beschrieben, deshalb versprechen wir ihn hier nicht; klären Sie das im Gespräch, falls ein größerer Teil Ihres Sortiments betroffen ist. Welda Stock arbeitet mit handelsüblichen Barcode-Scannern, und in der Artikelliste suchen Sie nach Name, Artikelnummer oder Barcode. Grundsätzliches zum Scannen steht in unserem Beitrag zur Bestandsverwaltung mit Barcode.

Restgrößen: Wo im Schuhhandel das Kapital liegen bleibt

Vororder heißt häufig: Sie ordern in Sortierungen, zum Beispiel zwölf Paare im Karton mit der Verteilung 1-2-3-3-2-1 über sechs Größen. Solange Ihre Kundschaft genau dieser Verteilung entspricht, ist alles gut. Tut sie das nicht, sehen Sie jede Saison dasselbe Bild: Die gängigen Mittelgrößen sind früh ausverkauft, das Modell steht noch im Regal, die nächste Kundin fragt nach der 39 und geht wieder. Übrig bleiben 36 und 41, die Sie im Winter- oder Sommerschlussverkauf mit Abschlag abgeben.

Das Tückische daran: Im Sammelbestand sieht ein solches Modell gesund aus. Erst die Sicht je Größe zeigt, dass es faktisch nicht mehr verkäuflich ist.

Beispielgrafik der Restgrößen eines Modells: viele Paare in Größe 36 und 41, kaum oder keine in Größe 38 und 39
Die gängigen Größen sind weg, die Randgrößen bleiben. Werte sind Beispiele.

Die Werte sind Beispiele, Ihre Kurve hängt von Standort, Kundschaft und Warengruppe ab. Genau deshalb sollten Sie Ihre eigene kennen. Wenn eine Saison Daten je Größe vorliegen, ändern sich drei Gespräche:

  • Mit dem Lieferanten: Sie können eine angepasste Sortierung erfragen und mit Ihrem Abverkauf begründen. Ob der Lieferant mitgeht, bleibt seine Entscheidung.
  • Bei der Nachorder: Sie wissen, welche Einzelgrößen fehlen. Lassen sich nur ganze Sortierungen nachordern, sehen Sie vorab, wie viele Randgrößen Sie sich damit zusätzlich ins Lager holen.
  • Beim Preis: Sind die Kerngrößen weg, kommt die Nachfrage für das Modell nicht zurück. Früher zu reduzieren schafft Platz für die neue Ware. Mit der Marge je Artikel in Welda Stock sehen Sie vorher, wie weit Sie gehen können.

Vergessen Sie dabei die Artikel ohne Größenlauf nicht. Pflegemittel, Einlagen und Socken wirken nebensächlich. Sobald sie als eigene Artikel geführt werden, wird sichtbar, was sie zur Marge beitragen und wann das schwarze Schuhputzmittel zu Ende geht.

Ausstellungsschuh und Karton: Wo die Bestände an der Kasse auseinanderlaufen

Das Besondere am Schuhhandel ist, dass die Kundin selten das in der Hand hält, was sie kauft. Im Regal steht ein einzelner Ausstellungsschuh, das Paar liegt im Karton im Lager. Dazwischen werden Kartons geöffnet, Größen verglichen, Paare zurückgelegt. Jede dieser Bewegungen ist eine Chance für eine Differenz, die kein Diebstahl ist und die keine Software alleine verhindert.

Ein typischer Ablauf: Die Kundin probiert 39, dann 40 und entscheidet sich für die 40. Im Eifer landet die 40 im Karton der 39. An der Kasse wird der Karton gescannt, das System bucht eine 39 aus. Nun stimmt beides nicht mehr: Das System zeigt eine 40 an, die nicht da ist, und vermisst eine 39, die im Regal liegt. Bei der nächsten Inventur fallen zwei Zeilen auf, und niemand kann es erklären. Ein paar klare Hausregeln reduzieren das erheblich:

  • Erst vergleichen, dann scannen: Größe auf der Sohle und Etikett auf dem Karton kurz abgleichen. Das dauert eine Sekunde.
  • Paare zählen, nicht Schuhe: Ein Paar, dessen linker Schuh ausgestellt ist, bleibt ein Paar. Ein Vermerk auf dem Karton verhindert, dass es in der Inventur als fehlend gezählt wird.
  • Letztes Paar regeln: Wird der Ausstellungsschuh mitverkauft? Mit Abschlag? Das sollte vorab entschieden sein und nicht an der Kasse.
  • Kartons abends prüfen: Ein kurzer Rundgang im Lager nach Geschäftsschluss kostet weniger als die Suche nach Vertauschungen einen Monat später.
  • Rechte trennen: In Welda Stock definieren Sie getrennte Berechtigungsstufen für Kasse, Lager und Leitung und legen fest, welche Rollen Retouren, Stornos und Berichte sehen dürfen.

Auch der Rhythmus der Zählung sollte zu diesem Umfeld passen. Eine einzige Jahresinventur lässt kleine Vertauschungen über Monate stehen. Eine rollierende Zählung nach Marke oder Regalwand fängt sie früher auf. Welda Stock enthält Bestandszählung und die Erfassung von Schwund, sodass Differenzen nachvollziehbar bleiben. Wie Sie Ihre Pflichtinventur organisieren, ob als Stichtagsinventur oder in einer anderen zulässigen Form, besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.

Umtausch und Reklamation: Zwei Vorgänge, zwei Bestandsbewegungen

Ein Schuh, der im Laden noch gepasst hat, drückt zu Hause. Die Kundin kommt am nächsten Tag zurück und tauscht die 40 gegen die 41. Der Preis ist gleich, Geld fließt nicht, also ist die Versuchung groß, den Vorgang gar nicht zu buchen. Damit stimmen zwei Zeilen nicht mehr, und der Bericht behauptet weiter, eine 40 sei verkauft worden. Bei der nächsten Order wirkt das nach.

Spielen Sie diesen Fall in jeder Vorführung durch. Wie viele Schritte braucht er? Gibt es einen eigenen Umtauschablauf, oder ist es eine Retoure plus Neuverkauf? Schafft das eine Aushilfe am Samstag? Welchen Beleg erhält die Kundin? Aus unseren Produktunterlagen geht hervor, dass Retourenrechte je Rolle vergeben werden. Ein eigener Größen-Umtausch ist dort nicht beschrieben, deshalb gehen wir das lieber gemeinsam an einem echten Beispiel durch, als hier etwas zuzusagen.

Rechtlich sollten Sie zwei Dinge auseinanderhalten: Bei einwandfreier Ware im Ladengeschäft ist Umtausch in der Regel eine Kulanz des Händlers, deren Bedingungen Sie selbst festlegen und aushängen sollten. Bei einem Mangel gelten dagegen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Getragene Schuhe aus einer Reklamation gehören nicht zurück in den verkaufsfähigen Bestand, sondern in eine eigene Gruppe oder als Schwund erfasst. Das ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung. Wie Sie den Ablauf im Team verankern, zeigt unser Beitrag zu Retouren und Umtausch im Einzelhandel.

TSE, Belegausgabe, DSGVO: Was die Warenwirtschaft leistet und was nicht

Dieser Abschnitt kann in Deutschland mehr entscheiden als jede einzelne Funktion. Das sogenannte Kassengesetz und die Kassensicherungsverordnung verlangen für elektronische Aufzeichnungssysteme im Einzelhandel in der Regel eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE). Hinzu kommen die Belegausgabepflicht und die Mitteilung des Systems an das Finanzamt. Die genauen Pflichten für Ihren Betrieb klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Die Regeln entwickeln sich weiter, und verbindlich ist nur der aktuelle Stand.

Warenwirtschaft und fiskalische Kasse sind zwei verschiedene Fragen, die im selben Gerät stecken können, aber nicht müssen. Manche Anbieter lösen beides in einem System, andere konzentrieren sich auf eine Seite und setzen eine separate Kasse voraus.

Gegenüberstellung der Aufgaben einer Warenwirtschaft und einer Kasse nach Kassensicherungsverordnung
Warenwirtschaft und fiskalische Kasse sind zwei getrennte Prüfungen.

Um es klar zu sagen: Welda Stock ist in unseren Produktunterlagen als Lösung für Bestand, Barcode-Verkauf, Lieferanten und Auswertungen beschrieben, nicht als TSE-zertifizierte Kasse. Lesen Sie den dort genannten Kundenbeleg nicht als Zusage für einen Beleg im Sinne der Kassensicherungsverordnung. Sie sollten diese Frage deshalb zu Beginn ansprechen, und Sie sollten sie jedem Anbieter stellen: „Ist Ihr Produkt in meinem Laden die Kasse im Sinne der Verordnung, und wenn ja, wie ist die TSE eingebunden?“ Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben und zeigen Sie sie Ihrem Steuerberater. Mehr zur Kassenfrage finden Sie in unserem Beitrag Kassensystem richtig wählen.

Falls Sie eine Warenwirtschaft neben einer zertifizierten Kasse betreiben möchten, denken Sie den Alltag mit: Werden Verkäufe doppelt erfasst? Wer gleicht beide Systeme ab? Wenn die Kassierkraft zwei Vorgänge pro Paar auslösen muss, wird es irgendwann vergessen. Lassen Sie sich zeigen, wie das in der Praxis funktionieren kann, bevor Sie zusagen.

Zur DSGVO: Sobald Sie Kundenkarten führen, Telefonnummern speichern oder die Schuhgröße eines Kindes für eine Erinnerung vor dem Schulstart notieren, verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Erfassen Sie nur, was Sie tatsächlich nutzen, begrenzen Sie den Zugriff und holen Sie für Werbung eine Einwilligung ein. Wer darüber hinaus orthopädische Maßschuhe oder Einlagen nach Rezept anbietet, kann es mit besonders sensiblen Daten zu tun haben; das gehört in fachkundige Hände.

Filiale, Außenlager und die Frage, wo die 39 gerade liegt

Ab der zweiten Filiale ändert sich die Frage von „Wie viele?“ zu „Wo?“. Statt eine Kollegin anzurufen, sieht Ihr Team im System, in welcher Filiale die gewünschte Größe liegt. Welda Stock führt Filialen und Lager mit getrennten Beständen in einem Panel, sodass Sie erkennen, welche Größe wo vorhanden ist.

Prüfen Sie deshalb den Umlagerungsprozess genau. Ein Karton, der ohne Buchung im Kofferraum zur anderen Filiale wandert, verfälscht zwei Bestände zugleich. Unsere Unterlagen beschreiben die Bestandsübersicht je Standort klar; wie eine Umlagerung Schritt für Schritt gebucht wird, sollten Sie sich live zeigen lassen, wenn bei Ihnen regelmäßig Ware zwischen den Standorten wandert. Für ein Außenlager gilt eine einfache Faustregel: Holen Sie täglich Kartons aus einem Keller im selben Haus, reicht oft ein gemeinsamer Bestand. Wird das Lager in der Nachbarstadt nur wöchentlich angefahren, sollte es ein eigener Bestand sein.

Für welches Geschäft welche Lösung passt

Ein kleines Fachgeschäft ohne bisherige Größenführung braucht etwas anderes als eine regionale Kette. Hilfreich ist, von Ihrem größten Engpass her zu denken, nicht von der Länge einer Funktionsliste.

Entscheidungshilfe, die den größten Engpass eines Schuhgeschäfts einer passenden Art von System zuordnet
Entscheiden Sie vom heutigen Engpass her, nicht von der Funktionsliste.

Welda Stock passt zu Händlern mit einem oder mehreren Standorten, die Bestand je Größe, Barcode-Verkauf, Lieferantenrechnungen und -salden sowie Marge je Artikel an einem Ort sehen möchten. Eine eigene Schuh-Edition gibt es nicht: Eingesetzt wird dieselbe Grundlage wie auf unserer Seite Warenwirtschaft Schuhgeschäft und Bekleidung, die Schuhgröße wird dabei wie eine Konfektionsgröße angelegt.

Offen gesagt passt es wahrscheinlich nicht oder nur eingeschränkt, wenn einer dieser Punkte für Sie entscheidend ist:

  • Sie suchen ein System, das zugleich TSE-zertifizierte Kasse ist. Dazu oben mehr. Klären Sie das zuerst.
  • Der Onlineshop oder Marktplatz ist Ihr Hauptkanal. Eine Anbindung ist in unseren Produktunterlagen nicht aufgeführt. Wenn dieselbe Größe parallel in zwei Kanälen verkauft wird, sollte der Abgleich Ihr erstes Kriterium sein.
  • Sie arbeiten orthopädisch mit Maßunterlagen und Kostenträgern. Dafür gibt es Fachsoftware.
  • Sie müssen offline verkaufen können. Welda Stock ist webbasiert und läuft über Ihre Internetverbindung; einen Offline-Modus sagen wir nicht zu.

Angebote vergleichen und die Vorführung mit echten Kartons führen

Demodaten lassen jedes System gut aussehen. Nehmen Sie daher ein Modell mit halben Größen, ein Paar ohne EAN und einen Pflegeartikel mit, und arbeiten Sie die folgende Liste durch.

Prüfliste für die Softwarevorführung im Schuhgeschäft mit halben Größen, fehlender EAN, Umtausch, Rechten und TSE-Frage
Acht Prüfungen, die Sie mit Ihren eigenen Kartons durchführen können.

Beim Preisvergleich zählen die Bausteine mehr als die Summe unten rechts. Die Kosten solcher Systeme hängen typischerweise von der Zahl der Nutzer, der Filialen und Lager, dem Artikelumfang und der Datenübernahme ab. Hinzu kommen Geräte. Legen Sie alle Angebote auf ein gemeinsames Blatt: Einrichtung, Import, Schulung, Support-Zeiten, Scanner, Etikettendrucker, TSE und Kosten für eine zertifizierte Kasse, falls separat, jährliche Gebühren und die Kosten eines zusätzlichen Nutzers oder Standorts. Fragen Sie außerdem, wie Sie bei einem Wechsel Ihre Daten herausbekommen. Rechnen Sie Ihren eigenen Aufwand ein: Code-Bereinigung, Etikettieren und die erste Zählung stehen auf keiner Rechnung.

Bei Welda Stock richtet sich das Angebot nach Nutzern, Filialen und Artikeln. Es fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, ohne versteckte oder wiederkehrende Kosten; Einrichtung, Excel-Datenübernahme und Teamschulung sind enthalten. Den konkreten Betrag klären wir im kostenlosen Gespräch, sobald wir Ihr Geschäft kennen.

Umstellen, ohne eine Saison zu verlieren

Der beste Zeitpunkt liegt nach dem Schlussverkauf, bevor die neue Ware eintrifft. Die Regale sind dünn besetzt, die Zählung ist kürzer, und die neue Lieferung wird von Anfang an sauber erfasst. Wer mitten in der Hochsaison umstellt, schult sein Team, während Kundschaft wartet.

  1. Code-Wörterbuch schreiben: Farbkürzel, Warengruppen, Schreibweise von halben Größen und Weiten. Eine Seite genügt, sie gilt für alle.
  2. Liste bereinigen: Formatieren Sie die EAN-Spalte vor dem Einfügen als Text. Sonst zeigt Excel 13-stellige Nummern möglicherweise in wissenschaftlicher Schreibweise an oder entfernt führende Nullen, und der Fehler fällt erst am Scanner auf.
  3. Testimport machen: Erst eine Marke einspielen, einen Karton scannen, das Ergebnis prüfen. Danach den Rest.
  4. Abschnittsweise zählen: Gezählte Abschnitte markieren, Ausstellungsschuhe zusammen mit dem Partner als ein Paar erfassen.
  5. In ruhigen Stunden live gehen: Ein bis zwei Tage bleibt jemand mit Erfahrung an der Kasse. Fehlscan, Storno und Umtausch als echte Vorgänge üben.
  6. In der ersten Woche stichprobenartig prüfen: Die zwei wichtigsten Marken zählen und mit dem System vergleichen. Abweichungen weisen jetzt meist auf eine Lücke im Ablauf hin, die sich noch einfach schließen lässt.

Welda Stock ist webbasiert und erfordert keine Installation. Ihre bestehenden Artikel-, Bestands- und Preislisten übernehmen wir bei der Einrichtung gemeinsam über Excel, und das Team wird für Kasse, Lager und Leitung geschult.

Häufige Fragen zur Warenwirtschaft im Schuhgeschäft

Muss wirklich jede Größe ein eigener Artikel sein?

Für eine Führung nach Größen ja. Ob das System sie als Matrix oder als einzelne Zeilen darstellt, ist eine Frage der Oberfläche; als Bestand muss jede Größe für sich stehen. In Welda Stock erhält jede Größe und Farbe eine eigene Artikelnummer und einen eigenen Barcode.

Reicht eine Software für Bekleidungsgeschäfte auch für Schuhe?

Oft ja, denn die Grundlogik mit Größe und Farbe ist dieselbe. Unterschiede zeigen sich bei Karton und Ausstellungsschuh, bei Sortierungen und Weiten, beim Paar als Einheit und beim häufigen Größentausch. Testen Sie diese Punkte gezielt mit Ihren eigenen Kartons.

Ist Welda Stock eine TSE-zertifizierte Kasse?

In unseren Produktunterlagen wird es nicht als TSE-zertifizierte Kasse beschrieben. Sprechen Sie im Gespräch als Erstes an, wie Ihr Betrieb die Kassenpflichten erfüllen soll, und klären Sie mit Ihrem Steuerberater, ob und wie Welda Stock zu Ihrer Situation passt, gegebenenfalls neben einer zertifizierten Kasse.

Kann ich die EAN auf den Kartons weiterverwenden?

Grundsätzlich ja, wenn jede Größe und Farbe eine eigene Nummer hat. Scannen Sie zur Kontrolle einige Kartons desselben Modells in verschiedenen Größen, bevor Sie die Liste importieren. Fehlt die EAN, brauchen Sie für diese Artikel eine interne Nummer und ein Etikett.

Wie halte ich die Daten nach der Einführung sauber?

Mit drei festen Gewohnheiten: jeder Wareneingang wird gegen den Lieferschein gebucht, jeder Umtausch wird erfasst, und jede Woche wird ein kleiner Abschnitt gezählt. Lieferantenrechnungen buchen Sie in Welda Stock auf das Lieferantenkonto, sodass Bestand und Verbindlichkeit gemeinsam aktualisiert werden.

Ab welcher Größe lohnt sich das?

Weniger die Zahl der Mitarbeitenden als die Zahl der Zeilen entscheidet. Schon ein Inhaber allein behält ein paar Hundert Größenartikel nicht im Kopf. Kommen weitere Personen an die Kasse, werden Rechte und Nachvollziehbarkeit zusätzlich wichtig.

Wenn Sie Ihr Schuhgeschäft durchsprechen möchten, vereinbaren wir ein kostenloses Gespräch. Nennen Sie uns Modelle, Größenläufe und Standorte, und sagen Sie uns, wie Sie heute kassieren. Dann klären wir gemeinsam den Umfang und sagen Ihnen offen, wenn eine andere Art von System besser zu Ihnen passt.

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