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Warenwirtschaft

Kassensystem für den Schreibwarenladen: Auswahl nach Import, Tempo und Schulanfang

Welda-Team15 Min. Lesezeit1 November 2026

Wer ein Kassensystem für den Schreibwarenladen sucht, sollte drei Dinge prüfen, und zwar in dieser Reihenfolge: Erstens, wie die Kassensicherungsverordnung mit TSE und Belegausgabe in Ihrem Fall erfüllt wird. Zweitens, ob sich mehrere Tausend Artikel per Datei übernehmen lassen, statt sie wochenlang abzutippen. Drittens, ob eine echte Materialliste aus der Grundschule am Tresen auch dann zügig durchläuft, wenn am ersten Schultag die Schlange bis zur Tür steht. Fällt ein System schon bei einem dieser Punkte durch, helfen auch lange Funktionslisten nicht weiter.

Dieser Leitfaden richtet sich an Inhaberinnen und Inhaber von Schreibwarenläden, die vor einer Kaufentscheidung stehen. Er zeigt, was an Ihrer Branche wirklich anders ist, wie Sie die Prüfung am eigenen Sortiment durchführen, und woran Sie erkennen, dass ein anderer Systemtyp besser passt. Alle Rechenbeispiele sind Beispiele; setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.

Erst die Kassenfrage: Was Sie vor jedem Vergleich klären sollten

In Deutschland gibt es keine allgemeine Registrierkassenpflicht. Eine offene Ladenkasse mit täglichem Kassenbericht ist grundsätzlich weiterhin möglich, stellt aber eigene, hohe Anforderungen an die Aufzeichnung. Wer dagegen ein elektronisches Aufzeichnungssystem nutzt, unterliegt dem sogenannten Kassengesetz und der Kassensicherungsverordnung. Dazu gehören insbesondere die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE), die Belegausgabepflicht und die Mitteilung des Systems an das Finanzamt. Für die Aufbewahrung Ihrer Daten gelten daneben die GoBD. Diese Übersicht ist allgemein gehalten und ersetzt keine Steuerberatung; Regeln und Fristen ändern sich.

Entscheidungshilfe zur Kassenfrage: offene Ladenkasse, elektronisches System oder zertifizierte Kasse mit Warenwirtschaft daneben und was jeweils zu klären ist
Diese Frage gehört an den Anfang, weil sie entscheidet, welche Produkte überhaupt infrage kommen.

Für die Auswahl folgt daraus eine einfache Frage an jeden Anbieter: „Ist Ihr Produkt in meinem Laden die Kasse im Sinne der Kassensicherungsverordnung, und wie ist die TSE eingebunden?“ Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben und legen Sie sie Ihrem Steuerberater vor. Vorsicht ist auch bei der scheinbar eleganten Lösung geboten, die zertifizierte Kasse zu behalten und daneben eine Warenwirtschaft zu betreiben: Werden Verkäufe im zweiten System ebenfalls erfasst, kann auch dieses als Aufzeichnungssystem zu betrachten sein. Ob das bei Ihnen zutrifft, sollten Sie nicht allein entscheiden.

Ein Laden, mehrere Regelwelten: Heft, Buch, Zeitschrift und Lottoschein

Kaum eine Einzelhandelsform vereint in einem Raum so unterschiedliche Warengruppen wie der klassische Schreibwarenladen. Für die Softwareauswahl ist das der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt, denn ein System, das nur „Artikel“ und „Preis“ kennt, führt hier schnell zu falschen Zahlen.

Vergleich von Schreibwaren, Büchern und Presse sowie Lotto und Post bei Preisbildung, Mehrwertsteuer, Rückgabe und Auswertung
Ein Sortiment mit Regeln aus drei Welten: Die Software muss das auseinanderhalten können.

Schreibwaren kalkulieren Sie selbst. Hier zählt die Marge je Artikel, hier lohnt sich die Auswertung. Bei neuen Büchern gilt in Deutschland die Buchpreisbindung, ein pauschaler Rabatt an der Kasse kann also problematisch sein, und für Schulbuch-Sammelbestellungen gelten besondere Regeln. Presseartikel sind in der Regel preisgebunden und laufen oft über die Remission, das heißt, Unverkauftes geht an den Grossisten zurück und muss im Bestand sauber abgehen. Bücher und Zeitschriften unterliegen in der Regel dem ermäßigten Steuersatz, Hefte und Stifte dem Regelsatz. Für jede Warengruppe sollte die richtige Zuordnung vor dem Import stehen, nicht danach. Stimmen Sie die Details mit Ihrem Steuerberater ab.

Dazu kommen die Dinge, die in vielen Läden Laufkundschaft bringen: Lottoannahme, Paketshop, Postpartner, Fahrkarten. Oft laufen sie über ein eigenes Terminal des Partners. Dann vergüten sie eine Provision und erzeugen keinen Warenbestand. Fragen Sie also, wie der Anbieter solche Umsätze in die Tagesabrechnung einordnet und wie Sie die Bargeldbewegungen sauber trennen. Das ist auch eine Frage für den Steuerberater, denn fremde und eigene Umsätze sollten nicht vermischt in der Auswertung landen.

Für die Demo heißt das: Verkaufen Sie probeweise ein gebundenes Buch und versuchen Sie, zehn Prozent Rabatt darauf zu geben. Zeigt das System das ohne jede Warnung an, wissen Sie, dass die Disziplin bei Ihrem Personal liegt und nicht in der Software. Das muss kein K.-o.-Kriterium sein; Sie sollten es aber vorher wissen.

Der Import: Warum die Entscheidung in der Datei fällt

Ein gut sortierter Schreibwarenladen führt schnell mehrere Tausend Artikel: Hefte in A4 und A5 mit verschiedenen Lineaturen, Füllerpatronen, Fineliner in Dutzenden Farben, Ordner, Tonkarton. Niemand tippt das nebenbei ab, wie das Beispiel zeigt.

Beispielrechnung: 7.000 Artikel zu je 40 Sekunden ergeben rund 78 Stunden Eingabe, bei 10 Stunden pro Woche also etwa 8 Wochen
Beispielwerte: Stoppen Sie die Zeit an zehn eigenen Artikeln und rechnen Sie selbst nach.

Nach acht Wochen stimmen die Bestände der ersten Woche längst nicht mehr. Der Excel-Import ist deshalb keine Komfortfunktion, sondern ein Auswahlkriterium. Die Frage „Können Sie Excel importieren?“ reicht jedoch nicht, denn die Antwort lautet fast immer Ja. Fragen Sie genauer: Welche Felder werden übernommen, also Bezeichnung, EAN, Warengruppe, Lieferant, Einkaufspreis, Verkaufspreis, Bestand und Steuersatz? Was passiert mit fehlerhaften Zeilen: Bricht der Import komplett ab, oder bekommen Sie eine Fehlerliste? Wie wird mit doppelten EAN umgegangen? Lässt sich ein missglückter Import rückgängig machen? Und können Sie später die neue Preisliste des Großhändlers per Datei einspielen?

Gerade die letzte Frage wird oft vergessen. Preislisten ändern sich im Fachhandel häufig gebündelt, nicht selten kurz vor der Saison. Müssen Sie jeden Preis einzeln anfassen, hinken Ihre Verkaufspreise hinterher, und die Marge schmilzt, ohne dass jemand es bemerkt.

Fünf Schritte zur Vorbereitung der Importdatei: EAN als Text, Dubletten zusammenführen, Namensmuster, Verkaufseinheit und Testlauf mit 200 Artikeln
Diese Arbeit bleibt Ihnen auch bei einem späteren Anbieterwechsel erhalten.

Importieren Sie außerdem nicht einfach alles. Wer zehn Jahre alte Restposten ins neue System überträgt, verschiebt nur das Problem. Nehmen Sie Artikel, die seit zwei Saisons nicht mehr gelaufen sind, in eine eigene Liste auf, zählen Sie sie gesondert und treffen Sie eine Entscheidung. Wie sich ein solcher Umstieg Schritt für Schritt planen lässt, erklärt unser Beitrag Von Excel zur Warenwirtschaft.

Der lose Bleistift: Was tun mit Artikeln ohne Strichcode?

Die EAN steht bei vielen Schreibwaren nur auf dem Karton oder Display, nicht auf dem einzelnen Stift. Radiergummis kommen lose aus der Schachtel, Glückwunschkarten tragen teils nur eine kleine Verlagsnummer, Bastelbedarf wie Schleifenband wird nach Metern verkauft. Scannt jemand den Karton statt des Stifts, verschwindet der ganze Karton aus dem Bestand. Kommt das ein paarmal vor, greift das Personal zum bequemsten Weg: der Warengruppentaste „Sonstiges“. Damit ist die Bestandsführung für diesen Artikel faktisch beendet.

Drei Wege haben sich bewährt, und ein gutes System sollte mindestens einen davon mühelos unterstützen. Erstens eigene Etiketten: Sie drucken für Schnelldreher einen eigenen Barcode auf Regal oder Schachtel. Das ist an der Kasse am schnellsten, braucht aber Vorbereitung und einen Etikettendrucker. Zweitens Kurzcodes: Eine laminierte Liste neben der Kasse nennt die Nummern, etwa „104 Radierer weiß“, die das Team nach kurzer Zeit auswendig kennt. Drittens Schnellwahltasten auf dem Touchscreen, die für die zwanzig häufigsten Artikel prima funktionieren, für hundert aber nicht mehr. Mehr zur Etikettierung finden Sie in unserem Beitrag zur Bestandsverwaltung mit Barcode.

Eng damit verbunden ist die Packungsfrage. Sie kaufen Stifte im Zwölferkarton und Tonkarton im Hunderterpack, verkaufen aber einzeln. Manche Systeme kennen mehrere Einheiten pro Artikel mit Umrechnung, andere verlangen zwei getrennte Artikel, wieder andere nur eine einzige Einheit. Lassen Sie sich das nicht erklären, sondern zeigen: Buchen Sie gemeinsam mit dem Anbieter einen Karton ein, verkaufen Sie einen Stift und lassen Sie sich Restbestand und Einkaufspreis des verkauften Stücks anzeigen. Die fünf Minuten sagen Ihnen mehr als jeder Prospekt.

Schulanfang: Wenn das Bundesland Ihren Kalender schreibt

Die Saison ist im Schreibwarenhandel kein Marketingbegriff. Die Sommerferien enden je nach Bundesland mehrere Wochen versetzt, und die Einschulung bringt ihr eigenes Geschäft mit Schulranzen, Schultüten und dem ersten Federmäppchen. Wer in Grenzlage zweier Länder arbeitet oder Großeltern als Kundschaft hat, erlebt das gleich doppelt. Dazu kommt die Materialliste: Eltern stehen mit dem Zettel der Klassenlehrerin im Laden, und darauf stehen Heftfarben, Lineatur 1 oder 27, Wasserfarbkasten, Knete, Schere für Linkshänder, Umschläge in passender Farbe.

Diese Bons mit zwanzig bis dreißig Positionen sind das eigentliche Tempoproblem. Ein großer Lebensmitteleinkauf lässt sich fast durchgehend scannen. Eine Schulliste besteht teils aus Artikeln ohne Code, teils aus Beratung („Haben Sie das auch in Blau?“), und nach der Hälfte der Liste ändert sich meist noch etwas. Testen Sie deshalb mit einer echten Liste: Holen Sie die Ware aus dem Regal, kassieren Sie sie in der Demo, und notieren Sie, wie lange das dauert, wie oft jemand am Bildschirm suchen musste, und wie viele Schritte es braucht, eine Position wieder zu entfernen. Prüfen Sie außerdem den Umtausch, denn in der zweiten Schulwoche kommen die falschen Hefte zurück.

Viele Läden packen für bestimmte Schulen und Klassen fertige Schulsets. Ein Set, das sich mit einem Code verkaufen lässt und die Einzelteile aus dem Bestand bucht, spart viel Zeit. Nicht jedes System kann das. Wenn es fehlt, müssen Sie entweder alle Teile einzeln scannen oder das Set als eigenen Artikel führen und den Bestand separat korrigieren. Ob das für Sie ein Ausschlusskriterium ist, hängt davon ab, wie viele Schulen mit Ihnen zusammenarbeiten. Zudem sollten Sie sehen, was geschieht, wenn eine Schule kurzfristig einen Artikel der Liste austauscht.

Planen Sie die Einführung rückwärts von diesem Kalender. Was während der Saison noch nicht reibungslos läuft, wird dann nicht mehr repariert, sondern überbrückt.

Zeitplan für den Systemwechsel rückwärts vom Schulanfang: Sortiment bereinigen, Import und Inventur, Saisonware einbuchen, Systemstopp und Saisonauswertung
Beginnen Sie mit dem Ferienkalender Ihres Bundeslands und zählen Sie von dort rückwärts.

Den Anfangsbestand ermitteln Sie am besten aus einer Zählung, nicht aus alten Zahlen. Weil niemand Tausende Kleinartikel an einem Tag schafft, zählen Sie abschnittsweise und buchen jeden fertigen Bereich direkt ein. Danach zeigen kurze Stichproben, wo Abweichungen auftreten. Oft liegen sie an den Regalen mit der schwächsten Codierung. Für die Einkaufsmengen selbst hilft unser Beitrag zur saisonalen Lagerplanung.

Nach der Saison: Was im Oktober im Regal liegt, entscheidet über den Gewinn

Der Ertrag des Schulgeschäfts zeigt sich erst, wenn klar ist, was übrig bleibt. Lizenzartikel wie Ranzen, Federmäppchen und Brotdosen mit aktuellen Figuren altern schnell. Im nächsten Jahr sind sie oft nur noch mit Abschlag verkäuflich. Standardhefte können warten, binden aber Kapital. Lernhilfen und Arbeitshefte können durch neue Auflagen an Wert verlieren, und bei Remissions- oder Rückgabevereinbarungen kommt es auf Fristen an, die man einhalten muss.

Fordern Sie von Ihrem System daher eine klare Sicht auf Restbestände nach Warengruppe und Lieferant, einschließlich letztem Verkaufsdatum und Einkaufswert. Ohne diese Auswertung bestellen Sie im nächsten Frühjahr nach Gefühl, und das Gefühl erinnert sich vor allem an den Artikel, der ausverkauft war, nicht an die drei Kartons, die liegen geblieben sind. Auch die Lieferantenseite gehört dazu. Saisonbestellungen sind groß und werden oft mit längerem Zahlungsziel eingekauft. Wenn Sie sehen, wann was fällig wird, wissen Sie, wie viel vom Septemberumsatz tatsächlich Ihnen gehört.

Schulen, Kitas und Büros als Kunden: Rechnung, Kundenkonto, DSGVO

Das Sekretariat der Grundschule, die Kita oder das Steuerbüro nebenan kaufen häufig auf Rechnung und zahlen gesammelt. Dafür brauchen Sie Kundenkonten mit nachvollziehbarem Saldo und Zahlungshistorie. Der Stammkunde, der „anschreiben“ lässt, läuft über denselben Mechanismus. Fragen Sie auch, wie Sie Sammelrechnungen erstellen und wie die Rechnung am Ende aussieht, denn öffentliche Einrichtungen haben oft eigene Anforderungen.

Beim Thema E-Rechnung sollten Sie die aktuelle Lage prüfen: Inländische Unternehmen müssen seit 2025 grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können, die Pflicht zum Ausstellen wird stufenweise eingeführt, und öffentliche Auftraggeber können bestimmte Formate wie die XRechnung verlangen. Was für Ihre Kundschaft und Ihre Betriebsgröße gilt, klären Sie am besten mit dem Steuerberater. Fragen Sie jeden Anbieter konkret, wie das System solche Rechnungen erzeugt oder an welche Lösung es übergibt.

Die DSGVO wird im Schreibwarenladen meist dort relevant, wo Kundenkonten und Vorbestellungen geführt werden. Speichern Sie Namen und Kontaktdaten nur für einen klaren Zweck, regeln Sie, wer im Team darauf zugreifen darf, und schreiben Sie nicht die Namen und Klassen von Kindern in Kundenkarten, nur weil ein Freitextfeld frei ist. Werbung per E-Mail oder Nachricht braucht zudem eine eigene Grundlage. Auch das ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.

Die Demo am eigenen Tresen

Die meisten Vorführungen zeigen einen Musterladen, in dem alles funktioniert. Drehen Sie das um und bringen Sie Ihre eigenen Probleme mit. Eine Tragetasche genügt: ein Karton Stifte, zehn lose Artikel, ein Buch, eine echte Materialliste und ein USB-Stick mit dem Auszug Ihrer Artikeldatei.

Checkliste mit acht Prüfpunkten für die Softwaredemo, etwa Importprobe, lose Artikel, echte Materialliste, Buchrabatt, Rechnung an die Schule und Internetausfall
Mit diesen acht Punkten wird aus der Verkaufspräsentation ein Test Ihres Ladens.

Bei webbasierten Lösungen gehört auch der Internetausfall dazu. Fragen Sie, was passiert, wenn am ersten Schultag die Leitung ausfällt, und entscheiden Sie vorab, ob ein Mobilfunk-Router als Reserve dient und wie Sie Verkäufe in dieser Zeit ordnungsgemäß erfassen. Lassen Sie dies vom Steuerberater mit prüfen.

Welcher Systemtyp passt, und wann eine andere Lösung besser ist

Nicht jeder Laden braucht dasselbe. Eine zertifizierte Kassenlösung mit eigener Warenverwaltung kommt infrage, wenn Ihnen der fiskalische Teil am wichtigsten ist und Ihr Sortiment nicht übermäßig groß ist. Eine reine Warenwirtschaft ohne Kassenfunktion ist sinnvoll, wenn die vorhandene Kasse bleiben soll und Sie vor allem Einkauf und Bestände in den Griff bekommen wollen. Wer überwiegend online verkauft, braucht einen gemeinsamen Bestand über Shop und Marktplätze hinweg. Wer hauptsächlich Büros beliefert, braucht Angebote, Aufträge und Lieferscheine, nicht unbedingt ein schnelles Kassenbild. Und ein kleiner Laden mit wenigen hundert Artikeln und ohne Kundenkonten kommt mit einer Kasse und einer sauberen Tabelle womöglich noch eine Weile aus.

Einen allgemeinen Überblick über die Auswahlkriterien jenseits unserer Branche gibt Kassensystem richtig wählen.

Welda Stock im Schreibwarenladen: Was passt, was offen bleibt

Welda Stock stammt von uns, lesen Sie diesen Abschnitt also entsprechend. Eine eigene Branchenseite für Schreibwaren haben wir bislang nicht; unsere Beispiele kommen aus Lebensmittelhandel, Feinkost, Kiosk und Bekleidung. Wenn Sie nach dem Stichwort Kassensystem Schreibwarenladen gesucht haben und Welda Stock prüfen möchten, sollten Sie vor allem eines wissen: Das Produkt ist eine Lösung für Warenwirtschaft, Verkauf und Kundenkonten. In unseren Produktunterlagen wird es nicht als TSE-zertifizierte Kasse beschrieben. Sprechen Sie das Thema daher als Erstes an und klären Sie mit Ihrem Steuerberater, ob und wie Welda Stock zu Ihrer Situation passt, gegebenenfalls neben einer zertifizierten Kasse.

Gegenüberstellung: Welda Stock bietet laut Produktunterlagen Excel-Import, Barcode-Verkauf, Bestandswarnung und Kundenkonten; TSE, Packungsumrechnung und Buchpreisbindung sind vorab zu klären
Offen heißt nicht unmöglich, sondern: nicht in unseren Unterlagen beschrieben, also im Gespräch prüfen.

Für das Sortimentsproblem bringt Welda Stock einiges mit: Artikel lassen sich über Name, SKU oder Barcode finden, der Bestand läuft in Echtzeit mit, jede Verkaufsbuchung erzeugt einen Beleg. Dazu kommen Warnungen bei kritischem Bestand, Inventur und Schwunderfassung, mehrere Filialen und Lager, Rollen für Kasse, Lager und Geschäftsleitung, Kundenkonten, Lieferantenrechnungen und Verbindlichkeiten, Marge je Artikel sowie Tages-, Wochen- und Monatsberichte. Artikel-, Bestands- und Preislisten übernehmen Sie aus Excel, wir unterstützen Sie dabei, und die Einrichtung ist meist am selben Tag erledigt.

Offen bleibt, was unsere Unterlagen nicht beschreiben: die Umrechnung von Packung und Stück, Set-Artikel, die Behandlung der Buchpreisbindung, Remission, Agenturumsätze, E-Rechnungsversand und eine Webshop-Anbindung. Da Welda Stock webbasiert ist, laufen die Vorgänge über Ihre Internetverbindung; einen Offlinebetrieb sagen wir nicht zu. Bei unzuverlässiger Leitung planen wir die Arbeitsweise bei der Einrichtung gemeinsam. Gehen Sie also nicht von einer Funktion aus, die hier nicht steht, sondern probieren Sie sie mit uns aus.

Angebote vergleichen: Worauf es im Fachhandel ankommt

Angebote für den Schreibwarenhandel lassen sich schwer vergleichen, weil Anbieter mal nach Kassenplätzen, mal nach Artikeln, mal nach Filialen rechnen. Legen Sie deshalb ein einheitliches Szenario zugrunde: Ihre Artikelzahl, Ihre Kassenplätze, Ihre Nutzer, und einen Zeitraum von fünf Jahren statt nur des ersten Monats. Stellen Sie dann allen dieselben Fragen.

Sind Einrichtung und Datenübernahme enthalten, und gibt es dabei Zeilen- oder Stundenbegrenzungen? Einmalzahlung oder laufendes Abo, und mit welchen Vertragsbedingungen? Was kostet die TSE, wer tauscht sie, und wie lange ist das Zertifikat gültig? Welche Kosten entstehen für die zweite Kasse in der Saison, zusätzliche Nutzer oder eine Filiale? Ist die Hardware enthalten oder nur kompatibel? Welche Schnittstelle gibt es zum Steuerberater, zum Beispiel für den DATEV-Export, und was kostet sie? Wer erreicht am ersten Schultag wen? Wie bekomme ich beim Anbieterwechsel meine Daten und die aufbewahrungspflichtigen Aufzeichnungen?

Die teuersten Posten stehen selten auf der Rechnung: Stunden fürs Abtippen, Verkäufe zum alten Preis und Eltern, die aus der Warteschlange zum nächsten Discounter gehen. Bei Welda Stock richtet sich der Preis nach Nutzern, Filialen und Artikelzahl; Einrichtung und Datenübernahme sind im Angebot enthalten, und Umfang und Preis klären wir im kostenlosen Gespräch.

Ihr nächster Schritt

Für ein erstes Gespräch reichen drei Dinge: die ungefähre Artikelzahl, die aktuelle Artikeldatei in welchem Zustand auch immer und eine Materialliste aus dem letzten Schuljahr. Bevor Sie sich melden, können Sie sich unter Kassensystem Schreibwarenladen: Welda Stock im Überblick die Funktionen ansehen. Danach vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch. Wir probieren Ihre Datei gemeinsam aus; passt es nicht zu Ihrem Laden, erfahren Sie das vor dem Kauf.

Häufige Fragen

Brauche ich als kleiner Schreibwarenladen zwingend ein Kassensystem mit TSE?

Nicht zwingend, denn eine allgemeine Registrierkassenpflicht gibt es nicht. Nutzen Sie jedoch ein elektronisches Aufzeichnungssystem, gelten die Vorgaben zur TSE. Die offene Ladenkasse bringt eigene, strenge Aufzeichnungspflichten mit. Welcher Weg für Sie sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrem Steuerberater.

Kann ich ein Kassensystem für Lebensmittelläden verwenden?

Viele Grundfunktionen sind gleich: Scannen, Bestand, Warnungen, Tagesabschluss. Unterschiede zeigen sich bei losen Artikeln ohne Code, bei der Stück-Packung-Frage und bei Warengruppen wie Büchern und Presse. Testen Sie gerade diese Fälle mit Ihrer eigenen Ware.

Muss jeder Radiergummi einen eigenen Barcode bekommen?

Nein. Etikettieren Sie die Schnelldreher, geben Sie der nächsten Gruppe Kurzcodes oder Schnellwahltasten, und finden Sie Seltenes über die Namenssuche. Wichtig ist nur, dass es für jeden Artikel einen Weg gibt, damit die Taste „Sonstiges“ die Ausnahme bleibt.

Wie gehe ich mit gebundenen Buchpreisen und Rabattaktionen um?

Prüfen Sie in der Demo, ob sich Rabatte auf einzelne Warengruppen beschränken lassen. Wenn nicht, regeln Sie es per Anweisung an Ihr Team. Bei Aktionen wie „10 Prozent auf alles zum Schulanfang“ sollten Bücher ausdrücklich ausgenommen sein. Über Einzelfälle gibt der Fachverband oder Ihr Rechtsberater Auskunft.

Lassen sich neue Preislisten vom Großhändler einspielen?

Fragen Sie jeden Anbieter danach und lassen Sie es sich mit Ihrer Datei zeigen. Der Abgleich über die EAN ist dabei die wichtigste Grundlage. Welda Stock unterstützt den Import von Artikel-, Bestands- und Preislisten über Excel; wie das mit Ihrer Liste läuft, sehen Sie am besten in der Demo.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Wechsel?

Beginnen Sie nach der Schulsaison und vermeiden Sie die letzten Wochen vor Schulbeginn in Ihrem Bundesland. Der Herbst und der Winter eignen sich für die Datei und Angebote, das Frühjahr für Import und Inventur. Ist es bereits Sommer, verschieben Sie die große Umstellung lieber auf die Zeit danach.

Reicht ein einziges System für Laden und Paketshop?

Meist laufen Paket-, Post- und Lottogeschäfte über das Terminal des jeweiligen Partners. Klären Sie, wie die Umsätze im Tagesabschluss getrennt werden und ob überhaupt eine Verknüpfung nötig ist. Die Partnerverträge geben darüber oft genauere Auskunft als der Softwareanbieter.

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