Ein Metzgerei Kassensystem mit Warenwirtschaft wählen Sie am besten in dieser Reihenfolge: Klären Sie zuerst, wer in Ihrem Betrieb kassiert, also ob die Thekenwaage selbst Kasse ist oder eine eigene Kasse danebensteht. Daraus folgt die Frage nach TSE und Kassengesetz. Danach zählen drei praktische Prüfungen: Liest die Software die Etiketten Ihrer Waage richtig, führt sie den Bestand in Kilo samt Zerlegeverlust, und landen gewogene Verkäufe sauber auf dem Anschreibe-Konto? Was daran scheitert, scheidet aus, egal wie gut der Rest aussieht.
Dieser Beitrag richtet sich an Inhaberinnen und Inhaber von Metzgereien, die vor einer Kaufentscheidung stehen. Er beginnt bewusst nicht mit einer Funktionsliste. In deutschen Metzgereien steht oft schon eine leistungsfähige Bedienwaage auf der Theke, und die wichtigste Entscheidung lautet deshalb, welche Aufgabe die neue Software überhaupt übernehmen soll.
Die Grundfrage: Was soll die Software eigentlich ablösen?
„Kassensystem“ und „Warenwirtschaft“ werden in Angeboten gern in einem Atemzug genannt, sind aber zwei verschiedene Aufgaben. Die Kasse erfasst Geschäftsvorfälle und unterliegt strengen steuerlichen Regeln. Die Warenwirtschaft beantwortet, was im Kühlhaus liegt, was es gekostet hat und was Sie dem Großhändler schulden. Manche Produkte können beides, andere nur eines davon, und viele Metzgereien sind mit einer Kombination aus zwei Bausteinen am besten bedient.

Wer eine funktionierende, geklärte Waagenkasse besitzt, muss sie nicht unbedingt ersetzen, nur weil im Hintergrund der Überblick fehlt. Dann lautet die Aufgabe: Bestand, Schwund, Lieferanten und Kundenkonten in den Griff bekommen. Wer dagegen seine Hauptkasse ersetzen muss, hat eine andere Prüfliste, und diese beginnt nicht bei der Bedienfreundlichkeit, sondern bei der Kassenführung.
Kassengesetz und TSE: Hier fällt die erste Entscheidung
Die folgenden Punkte sind eine allgemeine Orientierung und keine Rechts- oder Steuerberatung. Regeln und ihre Auslegung ändern sich, und welche davon für Ihren Betrieb gelten, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
- TSE: Elektronische Aufzeichnungssysteme mit Kassenfunktion müssen grundsätzlich durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt sein (§ 146a AO, KassenSichV). Das kann auch eine Waage betreffen, wenn sie Kassenfunktion hat.
- Belegausgabe und Meldepflicht: Dazu kommen die Belegausgabepflicht und die Meldung elektronischer Aufzeichnungssysteme an das Finanzamt. Fragen Sie, was davon die jeweilige Lösung abdeckt und was bei Ihnen bleibt.
- Aufbewahrung und Export: Digitale Unterlagen müssen in der Regel über lange Zeit aufbewahrt und für eine Prüfung oder Kassennachschau bereitgestellt werden können (Stichwort GoBD). Das gilt auch dann, wenn Sie das System später wechseln. Klären Sie deshalb vor dem Wechsel, wie Altdaten zugänglich bleiben.
- Anschreiben und Rechnungen: Wie Verkäufe auf Kundenkonto steuerlich zu behandeln sind und welche Belege dafür nötig sind, besprechen Sie am besten vorab mit Ihrer Steuerberatung. Das gilt besonders für Lieferungen an Gastronomie und Kantinen.
Für Welda Stock sagen wir das offen: In unseren Produktunterlagen ist keine TSE-Anbindung beschrieben, deshalb sagen wir sie hier auch nicht zu. Der in unseren Unterlagen erwähnte Kundenbeleg ist kein Versprechen zur Erfüllung der Kassenregeln. Soll die Software in Deutschland Ihre Hauptkasse ersetzen, klären Sie das im Gespräch, bevor Sie irgendetwas anderes prüfen, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben. Dieselbe schriftliche Auskunft sollten Sie von jedem anderen Anbieter verlangen, einschließlich der Angabe, welche TSE eingesetzt wird und wer sich um deren Ablauf kümmert.
Die Thekenwaage entscheidet über Ihren Aufbau
Die Waage ist in der Metzgerei das wichtigste Gerät an der Theke, und sie arbeitet nicht überall gleich. Eine Bedienwaage kann Verkäufe je Bedienung sammeln und selbst kassieren. Eine Etikettenwaage druckt einen Barcode, den eine separate Kasse scannt. Eine an die Kasse angeschlossene Waage übergibt das Gewicht direkt per Kabel. Jeder dieser Aufbauten verlangt der Software etwas anderes ab.

Hat die Waage die Kassenfunktion und bleibt dabei, stellt sich eine einfache Frage: Wie kommen die Verkaufsdaten in die Warenwirtschaft? Gibt es keinen brauchbaren Datenexport, müssen Sie Verkäufe doppelt erfassen, und das hält in der Praxis niemand durch. Lassen Sie sich daher den Weg der Daten von der Waage bis zur Bestandsbuchung konkret zeigen, und zwar mit Ihrem Modell oder einer echten Exportdatei.
Beim Etikettenaufbau zerlegt die Software den Barcode in Einzelteile. Ein Teil der Ziffern nennt den Artikel, ein anderer das Gewicht oder den Preis. Welches Format verwendet wird, ist eine Einstellung der Waage. Erwartet die Software ein Gewicht und die Waage druckt den Preis, entstehen falsche Mengen, die an einer vollen Theke niemand bemerkt.

Prüfen Sie das mit echten Etiketten. Notieren Sie Artikel, Gewicht und Betrag auf der Rückseite und vergleichen Sie nach dem Scan mit dem Bildschirm. Für die Metzgerei gehören diese Fälle dazu:
- Sehr leichte Wägung: etwa 80 Gramm Aufschnitt. An führenden Nullen scheitert die Auswertung am ehesten.
- Sehr schwere Wägung: über 10 Kilo Gulasch für den Verein oder die Kantine, falls das Gewichtsfeld knapp eingestellt ist.
- Fettiges, zerknittertes Etikett: Wie oft muss der Scanner ansetzen, wenn das Etikett auf feuchter Folie klebt?
- Unlesbares Etikett: Wie wird der Verkauf von Hand erfasst, und wird die Eingabe der Person zugeordnet?
Die ausführliche Anleitung zu diesem Test finden Sie in unserem Beitrag Kassensystem mit Waage. Unabhängig von der Software bleibt die Waage ein Messgerät im geschäftlichen Verkehr. Für Eichung und Nacheichung gelten eigene Fristen und Regeln, die sich durch einen Softwarewechsel nicht ändern; sprechen Sie darüber mit Ihrem Waagenservice oder dem zuständigen Eichamt.
Welda Stock arbeitet mit dem Etikettenweg. Wie auf unserer Seite zum Metzgerei Kassensystem mit Warenwirtschaft beschrieben, erscheinen beim Scan des Gewichts- oder Preis-Barcodes Gewicht und Betrag automatisch, und die gewogene Menge wird vom Bestand des Artikels abgebucht. Eine Liste mit Marken und Modellen veröffentlichen wir nicht; die Kompatibilität prüfen wir vor der Einrichtung gemeinsam. Eine Kabelverbindung mit Live-Gewicht, die Übertragung von Artikellisten auf die Waage oder den Datenimport aus einer kassierenden Bedienwaage sagen wir hier nicht zu. Fragen Sie danach, wenn Sie es brauchen.
Vom Schlachtkörper zum Kilo auf der Theke
Im Lebensmittelhandel kommt ein Karton Nudeln herein und einzelne Packungen gehen hinaus. In der Metzgerei kommt eine Rinderhälfte oder eine Schweinehälfte herein, und am Abend liegen Rouladen, Gulasch, Hackfleisch, Suppenknochen und ein Eimer Abschnitte da. Die Ware wechselt unterwegs Namen und Form, manchmal mehrmals am Tag. Eine Warenwirtschaft für den allgemeinen Einzelhandel funktioniert hier zunächst scheinbar problemlos, und erst nach Wochen zeigt sich eine Differenz, die niemand erklären kann.
Drei Dinge sollten Sie deshalb prüfen. Lässt sich der Wareneingang in Kilo mit Nachkommastellen erfassen? Wird beim Verkauf genau das gewogene Gewicht abgebucht? Kann bei der Inventur ein gewogener Wert eingetragen werden? Achten Sie auch auf Rundungen: Schneidet das System Dezimalstellen ab, gehen bei jedem Verkauf ein paar Gramm verloren, und am Monatsende sieht das aus wie Schwund.
Ein großer Teil des Verlusts ist ganz normal. Knochen fallen an, Fett wird abgeschnitten, Fleisch verliert im Kühlhaus Feuchtigkeit. Die Software soll das nicht wegzaubern, sondern sichtbar machen, damit normaler und unerklärlicher Verlust nicht in einer Zahl verschwinden.

Was das für die Kalkulation bedeutet, zeigt die Rechnung: Kaufen Sie im Beispiel 100 Kilo ein und erhalten 68 Kilo verkaufsfähige Ware, kostet das verkaufsfähige Kilo etwa das 1,47-Fache des Einkaufspreises. Rechnet die Margenauswertung mit dem Einkaufspreis der Hälfte, weist sie zu viel Gewinn aus. Fragen Sie deshalb bei der Vorführung: Mit welchem Einstandspreis rechnet die Marge je Artikel, und wie trage ich den Preis nach dem Zerlegen ein? Die vollständige Rechnung finden Sie in unserem Beitrag zu Kalkulation, Ausbeute und Marge in der Metzgerei.
Der abendliche Abgleich ist einfach: Anfangsbestand plus Wareneingang, minus Verkauf, minus gebuchter Schwund ergibt den Sollbestand. Danach wird gewogen. Zeigt das System 22 Kilo Hackfleisch und die Waage 20,5 Kilo, haben Sie eine klare Frage: War es eine Handeingabe, nicht gebuchter Abschnitt oder durchgedrehtes Fleisch ohne Umbuchung? Wie Sie den Bestand vom Wareneingang an sauber führen, beschreibt unser Leitfaden Warenwirtschaft vom Schlachtkörper zur Theke im Detail.
Welda Stock erfasst laut unseren Produktseiten Knochen, Fett und andere Zerlegeverluste je Artikel als Schwund und passt den Bestand mit der Inventur an die tatsächliche Menge an. Eine automatische Umrechnung vom Schlachtkörper in einzelne Teilstücke ist dort nicht beschrieben, also sagen wir sie nicht zu. Falls Sie ohne diese Funktion nicht auskommen, fragen Sie danach und lassen Sie sie sich bei jedem Anbieter mit Ihren eigenen Zahlen zeigen.
Eigene Wurst, Aufschnitt und Partyservice: Wo eine Warenwirtschaft an Grenzen stößt
Was deutsche Metzgereien besonders von vielen anderen Einzelhändlern unterscheidet, ist die eigene Herstellung. Fleischwurst, Leberwurst, Schinken und Salate entstehen im Haus und gehen aus Fleisch, Gewürzen und Hüllen in neue Artikel über. Dazu kommen Allergenangaben und Zutatenlisten, Mindesthaltbarkeit, Chargen und die Rückverfolgbarkeit, die das Lebensmittelrecht verlangt. Das ist kein Randthema einer Kasse, sondern eine eigene Fachaufgabe.
Stellen Sie sich dazu zwei Fragen. Erstens: Wie viel Ihres Umsatzes stammt aus eigener Herstellung? Zweitens: Wo liegen Rezepturen und Kennzeichnungsdaten heute, und funktionieren diese Abläufe? Wenn das heute sauber läuft, zum Beispiel in einer Branchenlösung oder über die Waage, spricht wenig dagegen, nur den fehlenden Teil zu ergänzen. Wenn nicht, sollten Sie nach einer Branchenlösung für Fleischereien mit Rezeptur- und Chargenverwaltung suchen, auch wenn sie mehr Aufwand bedeutet.
Welda Stock ist auf Bestand und Verkauf im Einzelhandel ausgelegt. Rezepturverwaltung, Chargen, Allergenkennzeichnung oder Partyservice-Aufträge sind in unseren Produktseiten nicht beschrieben. Für einen Betrieb, dessen Kern die eigene Produktion ist, wären wir daher allein vermutlich nicht die richtige Antwort, und das sagen wir Ihnen im Gespräch auch.
Ähnlich ist es mit dem Mittagstisch und der heißen Theke: Portionen werden oft nicht gewogen, sondern zum Festpreis verkauft, und Speisen können steuerlich anders zu behandeln sein als Fleisch zum Mitnehmen. Das ist eine Frage an Ihre Steuerberatung und zugleich ein Testfall für die Kasse. Lassen Sie sich einen gemischten Bon vorführen, mit gewogenem Fleisch und einem Mittagsgericht.
Anschreiben: Stammkundschaft, Kantine, Verein
Anschreiben ist in der Metzgerei oft nichts Nebensächliches. Da ist die Stammkundin, die am Monatsende bezahlt, die Gaststätte, die dreimal pro Woche 20 Kilo abholt, und der Verein, der fürs Sommerfest bestellt. Das stellt unterschiedliche Anforderungen an das System.
Bei der Stammkundschaft zählt Tempo. Ist die Theke voll, muss der Verkauf in Sekunden auf dem Konto sein. Dauert das drei Bildschirme lang, heißt es „mache ich später“, und das Heft ist wieder da. Bei der Gaststätte zählt der Nachweis. Sagt der Küchenchef: „Die 12 Kilo Hack am Dienstag hatten wir nicht“, brauchen Sie Datum, Artikel und Gewicht auf einen Blick. Wer das ruhig zeigen kann, behält meist auch den Kunden.
Spielen Sie bei der Vorführung genau das durch: einen gewogenen Verkauf auf ein Konto buchen und den Saldo lesen, eine Teilzahlung erfassen, eine Position zurücknehmen, und zuletzt alle Bewegungen dieses Kunden auf einem Bildschirm öffnen. Klappt das flüssig, ersetzt die Software das Heft. Wenn nicht, führen Sie am Ende zwei Bücher. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zum digitalen Anschreibebuch.
Welda Stock führt Saldo und Zahlungsverlauf je Kunde, und die Übernahme bestehender Anschreibe- und Kundendaten ist in der Einrichtung enthalten. Bedenken Sie dabei: Name, Telefonnummer und offener Betrag sind personenbezogene Daten und fallen unter die DSGVO. Beschränken Sie den Zugriff, und klären Sie vor dem Kauf, wo die Daten liegen, wer darauf zugreift und ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig ist.
Ostern, Weihnachten, Grillsaison: Woran Sie wirklich erkennen, ob es trägt
An einem ruhigen Dienstag funktioniert fast jede Software. Die eigentliche Probe kommt am Samstag vor Ostern, an den letzten Tagen vor Heiligabend oder am ersten warmen Wochenende im Frühjahr. Dann stehen Aushilfen hinter der Theke, die Schlange reicht bis zur Tür, und Vorbestellungen für Braten und Fondue laufen nebenher.
Denken Sie die Auswahl von diesem Tag her. Können mehrere Personen gleichzeitig mit eigenem Zugang arbeiten? Sehen Sie, wer was verkauft hat? Kann eine Aushilfe Preise überschreiben oder Retouren buchen, oder ist das gesperrt? Und was passiert an der Theke, wenn die Internetverbindung ausfällt? Bei webbasierter Software laufen die Vorgänge über die Leitung, das gilt auch für Welda Stock. Wenn unterbrechungsfreier Offline-Verkauf für Sie Pflicht ist, fragen Sie gezielt danach und planen Sie eine Ersatzverbindung.
Vorbestellungen sollten Sie gesondert betrachten: Anzahlung, Reservierung, Abholliste. In den Produktseiten von Welda Stock ist dafür kein eigenes Modul beschrieben. Sind Festtagsaufträge ein wesentlicher Teil Ihres Jahres, lassen Sie sich diesen Ablauf bei jedem Anbieter zeigen. Sind es nur wenige, reicht häufig eine gemeinsame Liste für die Bestellungen, während der Verkauf selbst über das System läuft.
Schlachthof, Großhandel und was Sie schulden
Fleisch dreht sich schnell, Lieferanten wollen pünktlich ihr Geld, Gastronomiekunden zahlen oft später. Gerade deshalb ist die Lieferantenseite kein Zusatz, sondern die andere Hälfte der Kassenrechnung. Beim Erfassen der Rechnung sollte die Ware dem Bestand zugebucht und die Schuld festgehalten werden, und jede Zahlung sollte den Saldo reduzieren.
Nehmen Sie eine echte Rechnung zur Vorführung mit. Lassen sich Gewichte eintragen? Sieht man, welche Rechnung eine Zahlung ausgleicht? Lässt sich der Verlauf bei einer Nachfrage des Lieferanten sofort öffnen? Welda Stock führt Lieferantenrechnungen und offene Beträge so, mit dem Zahlungsverlauf auf dem Lieferantenkonto. Fragen Sie außerdem bei jedem Anbieter, ob die Marge mit dem letzten Einkaufspreis oder einem Durchschnitt rechnet. Bei schwankenden Fleischpreisen ändert das Ihren Bericht spürbar.
Eine Stunde an Ihren eigenen Daten
Eine Standardvorführung gelingt immer, denn die Beispieldaten wurden dafür gebaut. Wenn Sie wissen wollen, wie sich ein System an Ihrer Theke verhält, übernehmen Sie die Regie. Bringen Sie fünf Etiketten, eine Lieferantenrechnung und drei Anschreibe-Konten aus Ihrem Heft mit.

Das alles passt in eine Stunde. Weicht ein Anbieter diesen Schritten aus und bleibt lieber bei seinen Folien, ist auch das eine Antwort. Nehmen Sie, wenn möglich, die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter mit, der die Theke am besten kennt. Diese Person findet die Probleme schneller als jede Vergleichstabelle.
Angebote vergleichen: Was den Preis wirklich bestimmt
Zwei ähnlich wirkende Angebote decken oft unterschiedliche Arbeit ab. Beim einen ist die Einrichtung der Waagenetiketten enthalten, beim anderen wird sie extra berechnet. Stellen Sie allen Anbietern dieselben Fragen und lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben.
| Kostenpunkt | Was Sie fragen sollten | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Zahlungsmodell | Einmalig oder laufend? Sind Erhöhungen vorgesehen? | Bestimmt die Kosten über mehrere Jahre |
| Nutzer und Filialen | Ändert eine weitere Kasse oder Filiale den Preis? | Betrifft Aushilfen und Wachstumspläne |
| TSE und Kassenpflichten | Was ist enthalten, wer erneuert, wer meldet? | Oft eine eigene Kostenposition |
| Waage und Hardware | Wer stellt die Etiketten ein, wer zahlt den Service? | Ohne lesbare Etiketten steht alles |
| Datenübernahme | Sind Artikel und offene Salden enthalten? | Handeingabe kostet Arbeitsstunden |
| Verbrauchsmaterial | Etikettenrollen, Scanner, Bondrucker: wer stellt sie? | Fällt unabhängig von der Software an |
| Schulung und Support | Auch für neue Kräfte? Über welche Kanäle? | Aushilfen wechseln regelmäßig |
| Ausstieg und Archiv | In welchem Format kommen Sie an Ihre Daten? | Wichtig für Aufbewahrung und den nächsten Wechsel |
Bei Welda Stock richtet sich das Angebot nach Nutzerzahl, Filialen und Lagern, Artikelzahl und Datenimport sowie Hardware und Kassenablauf. Das Preismodell sieht eine einmalige Einrichtungsgebühr vor; Einrichtung, Excel-Import und Team-Schulung sind enthalten, versteckte oder wiederkehrende Kosten gibt es laut unserer Preisseite nicht. Den konkreten Betrag klären wir im kostenlosen Gespräch, wenn wir Ihren Bedarf kennen. Ein möglicherweise nötiger Zusatzbaustein wie eine TSE-Kasse ist darin nicht automatisch berücksichtigt, sprechen Sie das deshalb direkt an.
Umstieg ohne Stillstand an der Theke
Zwei Dinge machen den Wechsel in der Metzgerei besonders. Das erste ist der Anfangsbestand. Im Lebensmittelladen wird gescannt, hier wird gewogen: jedes Teilstück im Kühlhaus, jede Platte in der Theke, jede hängende Hälfte. Das ist mühsam und wird gern verschoben, aber dann stimmt ab dem ersten Tag keine Bestandszahl. Erledigen Sie es nach Ladenschluss und vor der nächsten Lieferung.
Das zweite sind die Anschreibe-Salden. Übernehmen Sie die Beträge ungeprüft, digitalisieren Sie nur alten Streit. Teilen Sie der Stammkundschaft vorher mit, welchen Saldo Sie führen, und stimmen Sie sich mit Gastronomiekunden schriftlich ab.

Gleichen Sie die PLU-Nummern der Waage vorab mit der Artikelliste ab. Wenn 412 auf der Waage Hackfleisch ist, muss es in der Software ebenfalls Hackfleisch sein. Bleibt eine falsche Zuordnung eine Woche lang unbemerkt, vermischen sich die Bestände zweier Artikel, und das lässt sich nachträglich kaum entwirren. Bleiben Sie außerdem am ersten vollen Vormittag selbst an der Theke. Kleine Fragen sind es, die Mitarbeitende zurück zum Heft treiben.
Wofür Welda Stock passt und wofür nicht
Welda Stock ist nicht für jede Metzgerei die richtige Wahl. Am besten passt es, wenn Sie eine Waage mit Barcode-Etiketten nutzen, ein bis wenige Standorte haben, Kundschaft und Lieferanten auf Konto führen und Bestand in Kilo sowie Schwund je Artikel im Blick haben möchten. Waagen-Barcode, Warnung bei kritischem Bestand, Inventur mit Schwunderfassung, Marge je Artikel, Anschreiben, Lieferantenschulden, getrennte Rechte für Kasse, Lager und Leitung sowie der Tagesabschluss liegen an einem Ort. Die Software ist webbasiert; ein Computer mit Browser genügt, und die Oberfläche gibt es auch auf Deutsch.
Wenn Sie dagegen eine TSE-konforme Hauptkasse, Offline-Verkauf, Kabelanbindung, automatische Zerlegerechnung, Rezeptur und Chargen oder Vorbestellungen benötigen, dann versprechen unsere Produktseiten das nicht. Fragen Sie uns im Gespräch. Wenn wir das nicht leisten, sagen wir es, und dann ist es richtig, sich eine Branchenlösung anzusehen. Allgemeine Kriterien für jede Warenwirtschaft finden Sie auch im Beitrag Warenwirtschaftssystem auswählen.
Häufige Fragen
Reicht ein normales Kassensystem für den Einzelhandel aus?
Das kann reichen, wenn es die Kassenregeln für Ihren Betrieb erfüllt, Ihre Waagenetiketten richtig liest, den Bestand mit Dezimalgewicht führt, Schwund je Artikel erfasst und Anschreiben zusammen mit gewogenen Verkäufen abbildet. Fehlt einer dieser Punkte, bleibt am Abend eine Differenz, die niemand erklären kann.
Muss ich meine Waage austauschen?
Oft nicht, sofern sie Barcode-Etiketten druckt. Machen Sie aber zuerst den Etikettentest. Zeigt die Waage den Betrag nur an, fragen Sie den Waagenservice nach einer Barcode-Option. Klären Sie das, bevor Sie Software kaufen, sonst kommt später eine ungeplante Hardware-Rechnung dazu.
Ist Welda Stock eine TSE-konforme Kasse?
Eine TSE-Anbindung ist in unseren Produktunterlagen nicht beschrieben, deshalb sagen wir sie hier nicht zu. Klären Sie den Punkt vor einer Entscheidung im Gespräch und mit Ihrer Steuerberatung, vor allem, wenn die Software Ihre Hauptkasse werden soll.
Wie hoch ist ein normaler Zerlegeverlust?
Das hängt von Tierart, Teilstück, Schnittführung und Person ab. Die Software nennt Ihnen keinen Richtwert, sie zeigt Ihren eigenen Wert. Führen Sie selbst einige Zerlegeproben durch, bilden Sie daraus einen Referenzwert und achten Sie anschließend auf Abweichungen.
Wie buche ich Fleisch, das zu Hack verarbeitet wird?
Gibt es eine Umbuchungsfunktion, nutzen Sie diese; sonst sind es zwei Bewegungen, ein Abgang beim Ausgangsartikel und ein Zugang beim Hackfleisch. Lassen Sie sich das vorführen, denn es passiert mehrmals täglich. Bei Welda Stock gehen wir Ihren Ablauf im Gespräch gemeinsam durch.
Kann ich meiner Stammgaststätte Rechnungen ausstellen?
Ein Kundenkonto und eine steuerlich korrekte Rechnung sind zwei verschiedene Dinge. Welche Rechnung Sie brauchen, auch im Hinblick auf die E-Rechnung zwischen Unternehmen, klärt Ihre Steuerberatung; wie das System sie erstellt, klärt der Anbieter. Bei Welda Stock besprechen Sie das im Gespräch, bevor Sie sich entscheiden.
Wie lange dauert der Umstieg?
Schließen müssen Sie deshalb nicht. Die eigentliche Arbeit steckt im Anfangsbestand und im Abgleich der Salden. Wählen Sie eine ruhige Woche und arbeiten Sie etwa sieben Tage parallel. Bei Welda Stock sind Einrichtung und Excel-Import meist am selben Tag erledigt; die Zählung und die Abstimmung bleiben bei Ihnen.
Was kostet das?
Den Preis klären wir im kostenlosen Gespräch, abhängig von Nutzern, Filialen und Artikeln. Es hilft, wenn Sie Artikelzahl, Waagenmodell und Ihre heutige Bestandsführung nennen können.
Am schnellsten erfahren Sie mit zwei, drei Etiketten Ihrer Waage, ob es passt. Sehen Sie sich Welda Stock als Metzgerei Kassensystem und Warenwirtschaft an und vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch. Passt es nicht zu Ihrer Theke, sagen wir Ihnen auch das.