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Webdesign

15 Fragen, die Sie vor der Beauftragung einer Webagentur stellen sollten

Welda-Team8 Min. Lesezeit16 Mai 2026

Bevor Sie eine Webagentur beauftragen, sollten Sie die kritischsten Fragen zu Eigentum, Leistungsumfang, Lieferzeit, Korrekturrecht und Betreuung nach der Übergabe stellen. Vereinbaren Sie mit einer Agentur, die Ihnen auf diese Fragen keine klaren, schriftlichen Antworten gibt, steigt das Risiko erheblich, mitten im Projekt auf versteckte Kosten zu stoßen oder mit einer halbfertigen Website dazustehen. Im Folgenden finden Sie 15 Fragen, die Sie vor Annahme eines Angebots stellen können, dazu, warum jede einzelne wichtig ist, sowie Beispiele für gute und schlechte Antworten.

Diese Fragen sind besonders wichtig, wenn Sie zum ersten Mal eine Website in Auftrag geben, denn zwischen Fachbegriffen und vagen Versprechen zu erkennen, welche Antwort wirklich Sicherheit bietet, erfordert Erfahrung. Betreiben Sie beispielsweise ein kleines Boutique-Geschäft und haben noch nie zuvor eine Website erstellen lassen, kann Sie der Fachjargon einer Agentur leicht überzeugen; die folgenden Fragen bringen die tatsächliche Zusage hinter dem Jargon ans Licht.

1. Wem gehören Domain und Hosting, sobald die Website live ist?

Diese Frage ist wichtig, weil manche Agenturen Domain und Hosting-Konto bewusst auf ihren eigenen Namen registrieren; möchten Sie später die Agentur wechseln, kommen Sie nicht mehr an Ihre eigene Website heran. Gute Antwort: 'Domain und Hosting werden auf Ihren Namen registriert, wir erhalten nur den Verwaltungszugang.' Schlechte Antwort: 'Es ist praktischer, wenn wir das bei uns behalten, darum müssen Sie sich nicht kümmern.'

2. Werden mir der Quellcode und die Designdateien nach Projektabschluss übergeben?

Diese Frage ist wichtig, weil ohne Quellcode und Designdateien kein anderes Team Ihre Website übernehmen kann; selbst für eine kleine Änderung blieben Sie auf die ursprüngliche Agentur angewiesen. Gute Antwort: 'Sobald das Projektentgelt vollständig bezahlt ist, werden Ihnen laut Vertrag der gesamte Quellcode und alle Dateien übergeben.' Schlechte Antwort: 'Der Code ist unser Know-how, den geben wir nicht weiter.'

3. Wie viele Seiten und welche Funktionen umfasst der Leistungsumfang genau?

Diese Frage ist wichtig, weil das Wort 'Website' allein keinen Umfang festlegt; eine fünfseitige Präsentationsseite und ein 20-seitiges Unternehmensportal lassen sich nicht zum selben Preis realisieren. Gute Antwort: 'Im Angebot stehen 8 Seiten: Startseite, Über uns, 4 Leistungsseiten, eine Blog-Infrastruktur und eine Kontaktseite.' Schlechte Antwort: 'Wir bauen eine Standardseite, was Sie brauchen, fügen wir dann hinzu.'

4. Wie lange dauert die Lieferung, und was ist in dieser Zeit alles enthalten?

Diese Frage ist wichtig, weil eine vage Angabe wie '3-4 Wochen' nicht zeigt, ob die Zeit für die Lieferung Ihrer eigenen Inhalte in diesem Zeitplan bereits enthalten ist. Ein durchschnittliches Unternehmenswebsite-Projekt dauert 4-6 Wochen, wenn Inhalte und Bilder rechtzeitig geliefert werden. Gute Antwort: 'Ab Vertragsunterzeichnung sind wir innerhalb von 5 Wochen live, sofern uns Ihre Inhalte innerhalb von 2 Wochen erreichen.' Schlechte Antwort: 'Das ist bald fertig, machen Sie sich keine Sorgen.'

5. Wie viele Korrekturschleifen stehen mir zu, und wie wird danach abgerechnet?

Diese Frage ist wichtig, weil ein Versprechen unbegrenzter Korrekturen meist unrealistisch ist und das Projekt endlos in die Länge ziehen kann; eine klare Anzahl an Runden schützt beide Seiten. Gute Antwort: 'In der Designphase sind 2 Korrekturschleifen enthalten, danach wird nach Stunden abgerechnet.' Schlechte Antwort: 'Ändern Sie so oft, wie Sie möchten, es gibt keine Grenze.'

6. Sind grundlegende SEO-Einstellungen im Angebot enthalten?

Diese Frage ist wichtig, weil die technischen SEO-Grundlagen (Titel-Tags, Sitemap, schnelles Laden) kein nachträglich hinzugefügter Service sein sollten, sondern Teil der Umsetzung selbst sein müssen. Gute Antwort: 'Titel- und Beschreibungs-Tags, eine Sitemap und die grundlegende Geschwindigkeitsoptimierung sind in der Umsetzung enthalten; laufende monatliche SEO-Arbeit ist ein separater Service.' Schlechte Antwort: 'SEO ist eine eigene Sache, darüber sprechen wir später.' Wie ein umfassender SEO-Prozess abläuft, erfahren Sie in unserem Beitrag Was ist SEO, wie funktioniert es.

7. Wie wird die Website auf Mobilgeräten getestet?

Diese Frage ist wichtig, weil der Großteil der Besuche mittlerweile vom Smartphone kommt; Websites, die auf dem Desktop gut aussehen, aber auf dem Handy verrutschen, sind noch immer ein häufiges Problem. Gute Antwort: 'Wir testen manuell auf verschiedenen Bildschirmgrößen (Smartphone, Tablet, Desktop) und schicken Ihnen eine Bildschirmaufnahme.' Schlechte Antwort: 'Das System passt sich automatisch an, ein separater Test ist nicht nötig.' Vertiefend können Sie unseren Beitrag Responsives Webdesign, warum unverzichtbar lesen.

8. Gibt es ein konkretes Ziel für die Ladegeschwindigkeit?

Diese Frage ist wichtig, weil die Aussage 'wird schnell sein' nicht messbar ist; die Geschwindigkeit beeinflusst unmittelbar sowohl die Nutzererfahrung als auch das Suchmaschinen-Ranking. Gute Antwort: 'Wir streben bei den zentralen mobilen Geschwindigkeitswerten einen grünen Score an und messen sowie berichten dies vor dem Livegang.' Schlechte Antwort: 'Wir verwenden modernen Code, das wird schon schnell sein.' Ausführliche Messmethoden finden Sie in unserem Beitrag Website-Geschwindigkeit und Core Web Vitals.

9. Wie werden DSGVO- und Cookie-Konformität sichergestellt?

Diese Frage ist wichtig, weil jede Website mit Kontaktformular, Cookies oder Newsletter-Anmeldung der DSGVO unterliegt und eine Datenschutzerklärung sowie einen wirksamen Einwilligungsmechanismus benötigt. Gute Antwort: 'Eine Vorlage für die Datenschutzerklärung und ein Cookie-Consent-Banner sind in der Umsetzung enthalten, den rechtlichen Text erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen.' Schlechte Antwort: 'Darüber haben wir gar nicht nachgedacht, das ist vermutlich nicht nötig.'

10. Ist die Wartung nach dem Livegang separat kostenpflichtig?

Diese Frage ist wichtig, weil Software-Updates, Sicherheits-Patches und kleinere Inhaltsänderungen regelmäßige Aufmerksamkeit erfordern; eine unbetreute Website wird innerhalb weniger Jahre anfällig für Sicherheitslücken oder Ausfälle. Gute Antwort: 'Die ersten 3 Monate Support sind kostenlos, danach gibt es unser monatliches Wartungspaket, das Sie aber auch mit Ihrem eigenen Team betreuen können.' Schlechte Antwort: 'Mit der Übergabe endet unsere Arbeit.'

11. Bieten Sie eine Schulung zur Nutzung des Content-Management-Panels an?

Diese Frage ist wichtig, weil es Zeit und Geld kostet, nach der Übergabe selbst für eine kleine Textänderung die Agentur anrufen zu müssen. Gute Antwort: 'Bei der Übergabe geben wir eine einstündige Schulung per Bildschirmfreigabe und lassen Ihnen eine schriftliche Anleitung da.' Schlechte Antwort: 'Das Panel ist ohnehin ganz einfach, das bekommen Sie selbst hin.'

12. Welche Situationen können zusätzliche Kosten verursachen?

Diese Frage ist wichtig, weil Posten wie eine 'zusätzliche Seite', eine 'weitere Integration' oder eine 'Korrektur außerhalb des Umfangs' bei Projektende zu unerwarteten Rechnungen führen können, wenn sie nicht vorher definiert wurden. Gute Antwort: 'Jede Anfrage, die über das im Angebot Genannte hinausgeht, wird vorab bepreist und Ihnen zur Freigabe vorgelegt, bevor sie umgesetzt wird.' Schlechte Antwort: 'In der Regel kommt nichts Zusätzliches, und falls doch, finden wir einen fairen Preis.'

13. Wie ist der Zahlungsplan aufgebaut?

Diese Frage ist wichtig, weil ein Projekt mit voller Vorauszahlung Sie einem Risiko aussetzt, während eine vollständige Zahlung erst am Ende für die Agentur schwer tragbar sein kann; ein ausgewogener Plan schützt beide Seiten. Gute Antwort: 'Im Vertrag ist die Zahlung aufgeteilt: 40 % zu Beginn, 30 % bei Designfreigabe, 30 % bei Übergabe.' Schlechte Antwort: 'Zahlen Sie alles im Voraus, dann geben wir Ihnen einen Rabatt.'

14. Was passiert, wenn das Projekt in der Mitte abgebrochen wird?

Diese Frage ist wichtig, weil auch Agenturen manchmal schließen oder das Projektteam wechseln kann; ob die bis dahin erbrachte Arbeit Ihnen gehört, sollte im Vorfeld geklärt sein. Gute Antwort: 'Der Vertrag enthält eine Kündigungsklausel; die bis dahin fertiggestellte Arbeit und die Dateien werden Ihnen im Verhältnis zum gezahlten Betrag übergeben.' Schlechte Antwort: 'So etwas passiert nicht, darüber müssen Sie sich keine Gedanken machen.'

15. Haben Sie bereits ein ähnliches Projekt umgesetzt, können Sie Referenzen nennen?

Diese Frage ist wichtig, weil ein Team, das branchenspezifische Anforderungen (Terminsystem, Bestandsverwaltung, Mehrsprachigkeit) bereits gelöst hat, Sie von Beginn an auf den richtigen Weg bringt. Gute Antwort: 'Sie können diese drei Referenzen anrufen, ich teile Ihnen die Telefonnummern mit.' Schlechte Antwort: 'Unsere Referenzen sind vertraulich, aber vertrauen Sie uns.'

Zusätzliche Fragen je nach Branche

Auch wenn die 15 obigen Fragen für jedes Unternehmen gelten, sollten Sie in manchen Branchen zusätzliche Fragen stellen. Diese zusätzlichen Fragen zeigen, ob die spezifischen Bedürfnisse Ihres Projekts korrekt in das Angebot eingeflossen sind.

  • Für E-Commerce-Unternehmen: Sind die Integration eines Zahlungsanbieters, die Integration eines Versanddienstleisters und der Bestandsabgleich im Angebot enthalten? Ohne diese drei Integrationen ist eine E-Commerce-Website faktisch funktionsunfähig.
  • Für Kliniken und terminbasierte Unternehmen: Wird das Online-Terminsystem mit Ihrem bestehenden Kalender oder Ihrer Patientenverwaltungssoftware verknüpft, oder wird ein separates System eingerichtet?
  • Für Dienstleistungsunternehmen: In welchem System (E-Mail, CRM, WhatsApp) landen die Angaben, die ein Nutzer über das Angebotsformular übermittelt?

Stellen Sie diese branchenspezifischen Fragen nach demselben Prinzip und verlangen Sie eine schriftliche Antwort. Bevorzugen Sie eine Agentur, die klar beschreibt, mit welchem System und wie genau integriert wird, statt einer allgemeinen Antwort wie 'das können wir integrieren'.

Zwei Bonusfragen: Kritisch, aber leicht übersehen

16. Werde auch ich Zugriff auf die Analytics- und Zugriffsdaten der Website haben?

Diese Frage ist wichtig, weil Sie Daten wie Besucherzahlen, welche Seiten Aufmerksamkeit erhalten und woher Ihre Besucher kommen, komplett verlieren, wenn diese nicht in Ihrem eigenen Analytics-Konto gespeichert sind und Sie die Agentur wechseln. Gute Antwort: 'Wir richten das Analytics-Konto auf Ihren Namen ein und melden uns selbst mit Administratorzugang an.' Schlechte Antwort: 'Wir schicken Ihnen die Berichte, ein eigenes Konto brauchen Sie nicht.'

17. Kann ich nach dem Livegang kleine Änderungen wie Preise oder Leistungstexte selbst vornehmen?

Diese Frage ist wichtig, weil es Zeit kostet und selbst bei kleinen Änderungen zu Zusatzkosten führen kann, wenn Sie für jede noch so kleine Textänderung die Agentur anrufen müssen. Gute Antwort: 'Über das Content-Management-Panel können Sie Felder wie Texte und Preise selbst aktualisieren, nur Änderungen am Code bleiben bei uns.' Schlechte Antwort: 'Das Panel ist kompliziert, überlassen Sie uns lieber jede Änderung.'

Wie sollten Sie diese Fragen einsetzen?

Statt alle diese Fragen in einer einzigen Sitzung nacheinander abzufragen, machen Sie sich beim ersten Gespräch kurze Notizen und lassen Sie sich die Antworten anschließend schriftlich (per E-Mail oder Nachricht) bestätigen. Eine mündliche Antwort nützt bei einem späteren Streitfall nichts; eine schriftliche Bestätigung schützt hingegen beide Seiten. Welche Fragen die Agentur klar und welche sie vage beantwortet, ist selbst das verlässlichste Signal für das Projekt.

Eine praktische Methode: Schreiben Sie Ihre Fragen und die erhaltenen Antworten in eine einfache Tabelle und markieren Sie jede Antwort als 'klar und schriftlich', 'klar, aber mündlich' oder 'vage'. Ist die Zahl der 'vage' markierten Antworten am Ende des Gesprächs hoch, sollten Sie unbedingt weitere Klärung verlangen, bevor Sie mit dieser Agentur fortfahren, oder auch mit einer anderen sprechen. Diese einfache Gewohnheit sorgt dafür, dass Ihre Entscheidung auf konkreten Fakten statt auf einem Bauchgefühl beruht.

Haben Sie eine Agentur gefunden, die Ihre Fragen klar beantwortet und den Umfang schriftlich vorlegt, geht es als Nächstes darum, das Angebot zu bewerten. Wie Sie ein eingehendes Angebot Punkt für Punkt vergleichen, erklären wir in unserem Beitrag Wie bewertet man ein Website-Angebot; möchten Sie den gesamten Auswahlprozess einer Agentur kennenlernen, lohnt sich ein Blick in unseren Leitfaden Wie wählt man eine Webdesign-Agentur aus.

Fazit: Die richtigen Fragen sind die Grundlage des richtigen Projekts

Die Fragen, die Sie vor der Beauftragung einer Website stellen, beseitigen im Voraus die meisten Überraschungen, die Ihnen sonst im weiteren Projektverlauf begegnen würden. Ein Angebot, bei dem Sie zu Eigentum, Umfang, Dauer, Korrekturen und Support keine klare Antwort erhalten, ist riskant, so verlockend der Preis auch erscheinen mag.

Bei Welda beginnen wir jedes Projekt damit, die Antworten auf genau diese Fragen schriftlich und klar vorzulegen. Um Ihre Fragen gemeinsam zu besprechen und den passenden Umfang für Ihr Projekt festzulegen, können Sie sich unsere Leistung Webdesign und -entwicklung ansehen und für ein kostenloses Erstgespräch mit uns Kontakt aufnehmen.

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