Schwund und Verderb
Schwund und Verderb bezeichnen den Verlust eingekaufter oder hergestellter Waren in Menge oder Wert, bevor sie den Verkaufspunkt erreichen. Verderb beschreibt meist Verluste, die aus der Beschaffenheit des Produkts selbst entstehen (Austrocknen, Verdunsten, Verschnitt beim Zuschneiden oder das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums), während Schwund Verluste durch Bruch, Diebstahl, Buchungsfehler oder Zählfehler umfasst. Da beide den Wert des Bestands unmittelbar mindern, müssen sie genau erfasst werden.
Die Überwachung von Schwund und Verderb ist wichtig, denn wenn diese Verluste nicht erfasst werden, entsteht eine Lücke zwischen dem tatsächlichen Bestand im Regal und der Zahl in den Aufzeichnungen, wodurch Kostenrechnungen und Gewinnmargen verzerrt werden. Werden zum Beispiel verderbliche Artikel in der Frischeabteilung eines Marktes am Tagesende nicht gebucht, weisen die Berichte mehr Bestand aus, als wirklich vorhanden ist. Regelmäßige Inventuren und eine Erfassung auf Kategorieebene machen Verlustquoten sichtbar und verbessern die Bestellplanung. Mit einer Warenwirtschaft lassen sich Verluste nach Ursache buchen, was diese Aufgabe deutlich erleichtert. Branchenspezifische Anforderungen finden Sie auf der Seite Warenwirtschaft für den Markt.