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Meldebestand (kritischer Lagerbestand)

Der Meldebestand, auch kritischer Lagerbestand genannt, ist die niedrigste sichere Menge, auf die ein Produkt sinken darf, bevor eine neue Bestellung ausgelöst werden muss. Sinkt der Bestand auf diese Schwelle, ist dies das Signal, die Nachbeschaffung einzuleiten. Ziel ist es, den Beschaffungsprozess zu starten, bevor der Artikel vollständig ausverkauft ist, um leere Regale und entgangene Umsätze zu vermeiden. Dieser Wert wird in der Regel aus der durchschnittlichen Tagesabsatzmenge des Produkts und der Lieferzeit des Lieferanten (Wiederbeschaffungszeit) berechnet, ergänzt um einen Sicherheitspuffer für Nachfrageschwankungen.

Den richtigen Meldebestand festzulegen, gleicht zwei gegensätzliche Risiken im Einzelhandel zugleich aus: Ist er zu hoch angesetzt, wird unnötig Kapital im Lager gebunden und Regalfläche verschwendet; ist er zu niedrig, läuft das Produkt aus, Kunden wechseln zur Konkurrenz und Vertrauen geht verloren. Verkauft sich ein Produkt zum Beispiel durchschnittlich 10 Stück pro Tag und benötigt der Lieferant 3 Tage Lieferzeit, kann der kritische Bestand bei mindestens 30 Stück zuzüglich Sicherheitspuffer liegen; bei 35 Stück wird die Bestellung ausgelöst.

  • Verschafft Zeit zum Nachbestellen, bevor das Produkt ausgeht.
  • Senkt die Kosten überschüssiger Lagerbestände.
  • Lässt sich mit automatischen Warnsystemen leicht überwachen.

Den kritischen Bestand von Hand zu verfolgen ist fehleranfällig; in einer Software wie Welda Stock legen Sie für jedes Produkt eine Schwelle fest und erhalten eine automatische Warnung, sobald der Bestand darunter fällt. Mehr Kontext bietet unser Leitfaden, wie man eine Warenwirtschaftssoftware auswählt.

Glossar für Handel & Warenwirtschaft