Gewinnmarge
Die Gewinnmarge ist eine grundlegende Rentabilitätskennzahl, die den Ertrag aus einem Verkauf als Prozentsatz des Verkaufspreises ausdrückt. In ihrer einfachsten Form ist sie die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kosten, geteilt durch den Verkaufspreis. Im Einzelhandel werden zwei Varianten verwendet: die Bruttogewinnmarge (zieht nur den Wareneinkaufspreis vom Verkaufspreis ab) und die Nettogewinnmarge (berücksichtigt zusätzlich alle Betriebskosten wie Miete, Personal und Schwund).
Die Gewinnmarge ist wichtig, weil ein hoher Umsatz nicht automatisch hohe Erträge bedeutet; entscheidend ist, was nach jedem Verkauf bei Ihnen bleibt. Preis- und Rabattentscheidungen ohne Kenntnis der Marge können ein Unternehmen in die Verlustzone bringen. Wer zum Beispiel einen Artikel für 50 einkauft und für 80 verkauft, arbeitet mit einer Bruttogewinnmarge von (80-50)/80 = 37,5 %. Werden Schwund, Zahlungsziele und Betriebskosten hinzugerechnet, fällt die Nettomarge niedriger aus. Die Marge je Produkt zu verfolgen, ermöglicht datenbasierte statt geschätzte Entscheidungen. Welda Stock gleicht Einkaufs- und Verkaufspreise ab und berechnet die Marge jedes Produkts automatisch; im Vergleich zur Bestandsführung mit Excel bleibt dieser Prozess fehlerfrei und aktuell.