Bedienen Sie am Tisch und zahlen die Gäste erst beim Gehen, brauchen Sie zuerst ein Gastro-Kassensystem. Bestellen und bezahlen die Gäste in einem Zug an der Theke, sollten Sie zuerst die Warenwirtschaft angehen, wobei die gesetzeskonforme Kasse in Deutschland trotzdem geklärt sein muss. So lautet die kurze Antwort auf die Frage: Gastro Kassensystem oder Warenwirtschaft? Die beiden Systeme lösen schlicht verschiedene Probleme. Das eine merkt sich den offenen Tischbon, das andere zeigt, was noch im Lager liegt, was verdorben ist und wem Sie wie viel schulden.
Schwierig wird es bei Betrieben, die beides sind: morgens To-go-Kaffee, mittags volle Tische, nachmittags Kuchen aus der Vitrine. Für diese Cafés reicht eine Faustregel nicht. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Ihren Betrieb mit einer einzigen Zählung einordnen, welche Arbeit bis zum zweiten System von Hand weiterläuft und warum der gleichzeitige Kauf beider Lösungen oft nach hinten losgeht. Auch was unser eigenes Produkt nicht kann, steht hier ausdrücklich drin, denn es beeinflusst Ihre Entscheidung.

Nicht die Tische zählen, sondern die Lebensdauer des Bons
Viele Beratungsgespräche beginnen mit der Frage nach der Tischzahl. Das führt leicht in die Irre. Eine Kaffeebar mit zehn Tischen, in der die Gäste an der Theke zahlen und ihren Cappuccino selbst zum Platz tragen, ist ein Thekenbetrieb mit Sitzgelegenheit. Der Verkauf ist abgeschlossen, bevor jemand sitzt. Ein kleines Mittagslokal mit vier Tischen kann dagegen einen Bon anderthalb Stunden offen halten, dreimal ergänzen und am Ende auf zwei Personen aufteilen.
Der Unterschied liegt in der Lebensdauer des Bons: die Zeit zwischen erster Bestellung und Bezahlung und die Zahl der Änderungen dazwischen. Dauert das Sekunden, ist der Verkauf ein abgeschlossener Vorgang, und Sie brauchen vor allem eine schnelle, saubere Erfassung. Dauert es Minuten oder Stunden, muss sich etwas den Vorgang merken, während Ihr Team anderes tut. Genau dafür zahlen Sie bei einem Gastro-Kassensystem.
Messen lässt sich das in einer Woche und ohne jede Software. Nehmen Sie eine gewöhnliche Woche ohne Stadtfest und ohne Hitzewelle. An der Kasse liegt ein Zettel mit zwei Spalten: beim Bestellen bezahlt oder am Tisch geöffnet und später bezahlt. Passt das nicht in die Morgenhektik, vergleichen Sie abends die Belege mit den Bestellzetteln.

Eine wissenschaftliche Grenze gibt es dafür nicht, und wir erfinden auch keine. So würden wir die Zahl praktisch lesen: Überwiegen Thekenverkäufe deutlich, ist die Tischverwaltung vorerst nicht Ihr dringendstes Problem. Sind sie klar in der Minderheit, bringen Sie zuerst die Tische in Ordnung. Liegt der Wert dazwischen, entscheidet die Frage im nächsten Abschnitt. Rechnen Sie außerdem nach Umsatz, nicht nur nach Stückzahl, denn wenige Tischbons können den größeren Teil der Tageseinnahmen ausmachen.
Mischbetrieb: Wo versickert das Geld tatsächlich?
Laufen beide Abläufe unter einem Dach, gehen Sie die letzten drei Monate durch und fragen Sie, was Sie wirklich Geld oder Nerven gekostet hat.
Der Verlust entsteht am Tisch, wenn Bestellzettel und Kassenstand abends selten zusammenpassen, wenn eine Servicekraft sagt: "Tisch sechs hatte, glaube ich, noch zwei Weißwein", wenn Küchenbons verloren gehen oder wenn eine Gruppe beim Bezahlen über die Aufteilung streitet. Hier bringt zuerst die Gastro-Kasse etwas, denn jedes dieser Probleme ist ein Vorgang, den niemand sauber festgehalten hat.
Der Verlust entsteht im Lager, wenn am Samstag jemand zum Supermarkt läuft, weil die Hafermilch aus ist, wenn niemand erklären kann, wo die Bohnen des Monats geblieben sind, wenn Kuchen im Müll landet, ohne dass es jemand notiert, oder wenn Sie Ihre offenen Lieferantenrechnungen nur im Ordner finden. Hier bringt zuerst die Warenwirtschaft etwas, und keine Tischverwaltung der Welt macht diese Verluste sichtbar.
Drei frei erfundene Betriebe zeigen den Unterschied. Die Kaffeebar am Bahnhof hat drei Stehtische, eine Kasse und eine harte Stunde zwischen sieben und acht. Ein System rund um einen Tischplan wäre hier überflüssiger Ballast. Die Fragen dieses Betriebs lauten: Wie schnell ist ein Verkauf erfasst, und reicht der Milchvorrat bis Freitag? Der Biergarten-Ableger eines Landcafés hat im Sommer drei Servicekräfte, große Gruppen und getrennte Zahlung. Hier schlagen nicht gebuchte Getränke und verwechselte Bons zuerst zu; der Bestand ist ebenfalls ein Thema, kommt aber danach.
Am schwersten fällt die Entscheidung dem dritten Typ: das Stadtteilcafé mit zwölf Plätzen, morgens Theke, nachmittags Tischbedienung, Inhaberin und eine Aushilfe. Zwei Menschen, die jeden Stammgast kennen, behalten zwölf Plätze oft im Kopf. Der Einkauf läuft dagegen komplett nach Gefühl. Bei diesem Typ verändert es meist mehr, zuerst den Warenfluss zu ordnen. Das letzte Wort hat trotzdem Ihre eigene Verlustliste.

Warum eine Kassenfrage in Deutschland nie optional ist
Hier unterscheidet sich die Entscheidung von vielen anderen Ländern. Auch wer sich für die Warenwirtschaft als ersten Schritt entscheidet, kommt um die Frage nach der Kasse nicht herum. Wer ein elektronisches Aufzeichnungssystem einsetzt, muss die Aufzeichnungen nach dem Kassengesetz und der Kassensicherungsverordnung grundsätzlich durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) schützen. Hinzu kommen die Belegausgabepflicht und die elektronische Mitteilung der Kassensysteme an das Finanzamt über ELSTER. Eine allgemeine Pflicht zu einer elektronischen Kasse gab es nach unserem Verständnis bislang nicht, wird aber politisch diskutiert, prüfen Sie also den aktuellen Stand. Eine offene Ladenkasse stellt eigene Anforderungen an die Aufzeichnung und ist im Gastro-Alltag mit vielen Vorgängen selten eine bequeme Lösung.
In der Gastronomie kommen eigene Punkte hinzu. Auch offene Tischbestellungen können zu den aufzeichnungspflichtigen Vorgängen gehören, ein Bestellzettel aus einer App ist also nicht automatisch nur eine Notiz. Speisen und Getränke sowie Verzehr vor Ort und Außer-Haus-Verkauf können umsatzsteuerlich unterschiedlich zu behandeln sein; welcher Satz gerade gilt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung, denn die Sätze haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert. Bewirtungsbelege für Geschäftsessen müssen bestimmte Angaben tragen. Und wer Essen oder Getränke zum Mitnehmen in Einwegverpackungen verkauft, sollte prüfen, ob die Mehrwegangebotspflicht greift. Das berührt auch den Bestand, denn Mehrwegbecher sind dann Ware, die gezählt werden will.
All das ist ein vorsichtiger Überblick, keine Rechtsberatung. Vor der Unterschrift gehört das Thema zu Ihrer Steuerberatung, und zwar mit der konkreten Lösung auf dem Tisch. Die Fragen an den Anbieter passen auf eine Seite:

Für Ihre Reihenfolge heißt das konkret: Die Wahl "zuerst Warenwirtschaft" bedeutet in Deutschland nicht "keine Kasse". Sie bedeutet, dass Sie das Kassenthema gesondert lösen und die Bestandsführung zum nächsten Schritt machen, oder dass Sie eine Lösung finden, die beides erfüllt. Wie sich Registrierkasse und Softwarelösung unterscheiden, erklärt unser Leitfaden zur Wahl des Kassensystems. Für den täglichen Ablauf hilft die 10-Minuten-Routine zum Tagesabschluss.
Ein Latte macchiato liegt nicht im Regal
Im Einzelhandel gilt: Was Sie verkaufen, liegt auch im Regal. Im Café existieren zwei Welten nebeneinander. Flaschenwasser, verpackte Kekse und Kuchenstücke verhalten sich wie Handelsware. Einen Latte macchiato gibt es im Lager dagegen nicht. Dort liegen Bohnen, Milch, Becher und Deckel, und wie viel davon pro Getränk verbraucht wird, hängt von Barista, Bechergröße und Sonderwunsch ab.
Deshalb lohnt es sich, Bestandsführung im Café in drei Stufen zu denken. Stufe eins: Sie wissen, was bald ausgeht, weil für Milch, Bohnen, Sirup und Becher ein Meldebestand hinterlegt ist. Wie Sie ihn sinnvoll festlegen, steht in unserem Beitrag Mindestbestand und Meldebestand richtig berechnen. Stufe zwei: Sie wissen, was fehlt, weil Lieferungen erfasst, regelmäßig gezählt und Verderb ausgebucht wird. Stufe drei: Rezepturen buchen pro verkauftem Getränk automatisch Rohstoffe ab, und Sie können den rechnerischen mit dem tatsächlichen Verbrauch vergleichen.
Stufe drei klingt nach dem offensichtlichen Ziel, ist aber am aufwendigsten. Jemand muss jede Rezeptur in jeder Größe anlegen, bei jeder neuen Karte anpassen und dafür sorgen, dass tatsächlich danach gearbeitet wird. Hält sich niemand daran, bucht das System weiter saubere Zahlen ab, und die nächste Inventur liefert eine noch rätselhaftere Differenz. Eine kurze Karte kommt mit den Stufen eins und zwei oft weit. Bei einer langen Karte mit eigener Küche ist die Rezepturkalkulation dagegen ein ernsthaftes Kriterium, gerade wenn Sie auch Allergene und Wareneinsatz im Griff behalten wollen. Dann gehört sie auf Ihre Liste für die Vorführung.
Zu unserem eigenen Produkt: In den Unterlagen zu Welda Stock sind die Stufen eins und zwei beschrieben, also Warnung bei kritischem Bestand, Inventur und Schwunderfassung. Eine automatische rezepturbasierte Abbuchung sagen wir nicht zu. Falls Sie diese brauchen, fragen Sie im Gespräch direkt danach.
Was ein Gastro-Kassensystem können muss, und was "Warenwirtschaft inklusive" heißt
Ein Gastro-Kassensystem ist nicht deshalb wertvoll, weil es den Block durch einen Bildschirm ersetzt. Es zeigt seinen Nutzen im Leben eines Tischbons: geöffnet, drei Getränke gebucht, zwei an den Tresen, eines in die Küche, ein Storno, die Familie zieht an den größeren Tisch um, zwei Desserts dazu, eines aufs Haus, Rechnung getrennt, einer zahlt mit Karte, der andere bar. Jeder dieser Schritte ist eine Fehlerquelle, und auf Papier hängt alles am Gedächtnis der Servicekraft.
Steht Tischbedienung bei Ihnen im Vordergrund, prüfen Sie deshalb genau: Tischplan und Umbuchen auf einen anderen Tisch, Zusammenlegen und Teilen von Rechnungen, Artikelnotizen ("ohne Zucker", "mit Hafermilch"), getrennte Bondrucker für Küche und Tresen, mobile Bestellaufnahme am Tisch, Teilzahlung, Trinkgeld und ein Nachweis, wer was storniert oder aufs Haus genommen hat. Und die Geschwindigkeit: Wie viele Berührungen braucht es an einem vollen Freitagabend, um einen Tisch zu öffnen? Gibt das Team auf, kommt der Block zurück, und die Software bleibt eine Position auf dem Kontoauszug.
Viele Gastro-Kassen werben außerdem mit "Warenwirtschaft inklusive". Dieses Wort deckt alles ab, von einer einfachen Stückliste bis zu voller Rezepturführung. Fragen Sie deshalb nicht, ob es so ein Modul gibt, sondern bis zu welcher der drei Stufen es reicht. Lassen sich Lieferscheine und Rechnungen erfassen? Zeigt eine Inventur Differenzen an? Wird Schwund getrennt gebucht? Sehen Sie offene Lieferantensalden? Für manches Café genügt tatsächlich ein Produkt für beide Aufgaben. Das erfahren Sie, indem Sie in der Vorführung Ihre eigene Milch einbuchen, nicht beim Lesen einer Funktionsliste. Welche Kriterien sonst zählen, fasst unser Beitrag Warenwirtschaftssystem auswählen zusammen.
Die Handarbeit, die Sie mit Ihrer Entscheidung übernehmen
Was immer zuerst kommt, die andere Aufgabe bleibt vorerst Handarbeit. Die Frage lautet also: Welche Arbeit lässt sich am schadlosesten von Hand weiterführen? Wer sich das nicht fragt, kauft oft beides auf einmal, kurz vor der Hauptsaison. Das Team lernt zwei Systeme gleichzeitig und nutzt am Ende beide nur zur Hälfte.

Für die Bestandsseite ist die Zwischenlösung einfach: eine wöchentliche Zählliste für die fünfzehn bis zwanzig Artikel, die am meisten Geld binden, und ein Ordner für alle Lieferantenrechnungen. Beim Tischservice gilt in Deutschland mehr Vorsicht. Handgeschriebene Bestellzettel mögen den Ablauf kurz überbrücken, ersetzen aber keine saubere Aufzeichnung der Umsätze. Besprechen Sie mit Ihrer Steuerberatung, wie das bei Ihnen aussehen darf. Halten Sie beide Zwischenlösungen kurz, denn Personal wechselt in der Gastronomie häufig, und was an einer sorgfältigen Person hängt, verschwindet mit ihr.
Beides zugleich anzuschaffen ist sinnvoll, wenn Sie neu eröffnen und keine alten Gewohnheiten umstellen müssen, oder wenn ein Produkt beide Aufgaben tatsächlich erfüllt. Kaufen Sie zwei getrennte Lösungen, fragen Sie zuerst, wie die Verkaufsdaten in die Warenwirtschaft gelangen. Ohne funktionierende Schnittstelle müsste jeder Verkauf doppelt erfasst werden. Das hält in der Stoßzeit niemand durch, die Bestandszahlen verlieren still ihre Bedeutung, und aus zwei guten Programmen wird ein schlechtes System.
Angebote vergleichbar machen, obwohl sie Verschiedenes abrechnen
Die beiden Angebotsarten wachsen an unterschiedlichen Stellen. Bei der Gastro-Kasse treiben meist Geräte und Personal die Kosten, bei der Warenwirtschaft eher Nutzer, Standorte und Artikelzahl. Übertragen Sie deshalb beide Angebote in dieselbe Tabelle, statt die Endsummen zu vergleichen. Solange die folgenden Zeilen nicht für Ihr Café ausgefüllt sind, sagt der Abstand zwischen zwei Endsummen wenig aus.
| Kostenposten | Frage an den Kassenanbieter | Frage an den Warenwirtschaftsanbieter |
|---|---|---|
| Abrechnungseinheit | Pro Kasse, Handgerät oder Standort? | Pro Nutzer, Standort oder Artikelzahl? |
| Hardware | Handgeräte, Bondrucker für Küche und Tresen, Kartenterminal | Barcode-Scanner, Belegdrucker, Computer mit Browser |
| Kassengesetz | TSE-Gebühren, Austausch bei Ablauf, Exporte | Wer deckt die Pflichten an der Kasse ab, zu welchen Kosten? |
| Einrichtung | Karte, Tischplan, Druckerwege | Artikelimport, Eröffnungsinventur, Rollen |
| Schulung | Auch für Aushilfen in der Saison? | Getrennt für Kasse und Lager? |
| Drei-Jahres-Summe | Alle Abo-, Modul- und Supportkosten | Abo oder einmalig, dazu etwaige Module |
Rechnen Sie auch ein, was auf keiner Rechnung steht: Schulungsstunden, den langsameren Service am ersten Tag, Ihren Plan bei Internetausfall und den Weg, wie Ihre Daten bei einem Wechsel zu Ihnen zurückkommen. Monatliche und einmalige Kosten lassen sich nur über einen gemeinsamen Zeitraum vergleichen, drei Jahre sind ein brauchbarer Maßstab. Lassen Sie sich Zusatzmodule, weitere Standorte und Support schriftlich bestätigen. Denken Sie auch an den Datenschutz: Wenn Sie Kundenkonten oder Anschreibelisten führen und Mitarbeiter sich mit eigenem Login anmelden, verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Klären Sie nach der DSGVO, wo diese liegen, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig ist und wer was sehen darf.
In die Vorführung gehört Ihr schlimmster Samstag
Die Vorführung des Anbieters läuft meist wie ein ruhiger Montagvormittag. Schicken Sie vorab zehn Artikel Ihrer eigenen Karte und lassen Sie Ihre echten Problemfälle am Bildschirm durchspielen.

Besonders aufschlussreich ist eine Frage: "Wenn ich einen Latte macchiato verkaufe, was passiert mit meinem Milchbestand, und wenn nichts passiert, was muss ich von Hand tun?" Die Antwort sagt mehr über das Produkt als die gesamte Funktionsliste. Nehmen Sie auch Ihre neueste Aushilfe mit. Bei hoher Fluktuation zählt, ob jemand in der ersten Schicht mit dem Bildschirm zurechtkommt. Was die Inhaberin bequem findet, aber eine Neue nach zwanzig Minuten nicht versteht, wird mitten in der Saison zum Problem.
Welda Stock in dieser Entscheidung
Ohne Umschweife: Welda Stock hat keine Tisch- und Bonverwaltung. Das Produkt konzentriert sich auf Thekenverkauf und Bestandsführung. Für Tische und Bons arbeiten wir an Welda Restoran, ohne dass wir einen Termin zusagen. Bleiben Ihre Bons stundenlang offen und entstehen dort die Verluste, ist Welda Stock heute nicht die richtige Antwort. Sagen Sie uns gern, was Sie brauchen, wir halten Sie auf dem Laufenden.
Auch das Kassengesetz gehört hierher: In unseren Produktunterlagen zu Welda Stock ist keine TSE-Anbindung beschrieben, und wir sagen sie hier auch nicht zu. Wer in Deutschland verkauft, muss also klären, wie die Pflichten erfüllt werden, und wir sprechen offen darüber, ob und wie Welda Stock zu Ihrem Kassenablauf passt. Den Kundenbeleg von Welda Stock sollten Sie nicht als Nachweis einer TSE-Absicherung lesen.
Wo also passt das Produkt? Wenn die Antwort auf Gastro Kassensystem oder Warenwirtschaft bei Ihnen Warenwirtschaft lautet, zeigt unsere Café-Seite, wie ein Arbeitstag aussieht. Beschrieben sind dort und in den Produktunterlagen: Zutaten- und Produktbestand in Echtzeit, Warnung bei kritischem Bestand, ein schneller Verkaufsbildschirm, Barcode-Verkauf verpackter Artikel mit Abbuchung vom Bestand, Inventur und Schwunderfassung, Lieferantenrechnungen und -salden, Marge je Artikel, Tagesabschlussbericht, Kundenkonten, getrennte Rechte für Kasse, Lager und Leitung und mehrere Filialen mit eigenen Beständen und Vergleichsberichten. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch und Türkisch.
Welda Stock läuft im Browser und braucht deshalb eine stabile Verbindung. Bei unzuverlässigem Netz planen wir die Arbeitsweise bei der Einrichtung mit Ihnen, aber wenn Sie eine vollständig offlinefähige Kasse suchen, sagen Sie das bitte gleich. Der Preis richtet sich nach Nutzern, Standorten und Artikelzahl, dazu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr. Welche Faktoren das sind, steht auf unserer Seite zu den Preisfaktoren; den konkreten Betrag legen wir im kostenlosen Gespräch gemeinsam fest.
Den Umstieg nach der Saison planen, nicht nach dem Anbieter
Den Zeitpunkt bestimmt Ihr Kalender. Für den Biergarten ist der Frühling der schlechteste Moment, für die Kaffeebar nahe der Uni der Semesterstart, und in der Innenstadt sollten Sie die Weihnachtsmarktzeit meiden. Wählen Sie eine ruhige Phase und geben Sie dem neuen Ablauf mindestens zwei entspannte Wochen, bevor der Druck zurückkehrt.

Beim Start mit der Warenwirtschaft lautet der häufigste Fehler: alles auf einmal anlegen. Trennen Sie zuerst zwei Listen, nämlich das, was Sie verkaufen, und das, was Sie einkaufen. Beginnen Sie auf der Einkaufsliste mit den Posten, die am meisten Geld binden oder bei deren Fehlen der Verkauf stoppt. Servietten können einen Monat warten. Legen Sie auch die Einheiten früh fest: Milch im Karton oder in Litern? Bohnen im Sack oder in Kilogramm? Wird im Karton eingekauft und in Litern gezählt, stimmen die Zahlen nie. Für die Eröffnungsinventur nehmen Sie sich einen ruhigen Abend und vergessen weder Vitrine noch Unterthekenkühlschrank.
Beim Start mit der Gastro-Kasse nutzen Sie den Umstieg, um die Karte zu verschlanken; jeder überflüssige Knopf bremst den Service. Proben Sie den Internetausfall und lassen Sie sich zeigen, wie die TSE dann arbeitet. Stornos und Aufs-Haus-Buchungen bleiben in der ersten Zeit bei einer Person und werden erst nach den ersten Berichten breiter freigegeben.
Tragen Sie den zweiten Kauf in den Kalender ein, sonst wird das Provisorium zur Dauerlösung. Läuft das erste System rund zwei Monate stabil, fragen Sie sich: Wann hat mich die Handarbeit zuletzt Geld gekostet? Lautet die Antwort "letzte Woche", ist der nächste Schritt klar. Fällt Ihnen nichts ein, brauchen Sie das zweite System vielleicht noch nicht, und das ist ein völlig gutes Ergebnis.
Was Café-Betreiber dazu oft fragen
Braucht ein kleines Café Gastro-Kasse und Warenwirtschaft zugleich?
Nicht unbedingt. Eine Kaffeebar mit reiner Thekenbedienung braucht womöglich nie einen Tischplan. Worauf Sie nicht verzichten können, ist eine verlässliche Aufzeichnung der Umsätze und ein Überblick über die Zutaten. Welches davon zuerst in Software wandert, hängt von Ihren Verlusten und den Anforderungen an Ihre Kasse ab.
Ersetzt das Warenwirtschaftsmodul einer Gastro-Kasse eine eigene Warenwirtschaft?
Das hängt von seiner Tiefe ab. Führt es nur Stückzahlen, nein. Verwaltet es Lieferantenrechnungen, Inventurdifferenzen, Schwund, offene Salden und bei Bedarf Rezepturen, kann es für viele Cafés genügen. Testen Sie es mit Ihren eigenen Zutaten.
Kann ich mit Welda Stock Tischservice abwickeln?
Nein. Welda Stock bietet keine Tisch- und Bonverwaltung, sondern konzentriert sich auf Thekenverkauf und Bestand. Für Tische und Bons arbeiten wir an Welda Restoran. Beschreiben Sie uns Ihren Ablauf, dann sagen wir offen, ob Welda Stock heute zu Ihnen passt.
Erfüllt Welda Stock das Kassengesetz?
In unseren Produktunterlagen ist keine TSE-Anbindung beschrieben, deshalb sagen wir sie nicht zu. Klären Sie mit Ihrer Steuerberatung, wie Ihre Pflichten an der Kasse erfüllt werden, und sprechen Sie uns im Gespräch darauf an.
Wird beim Verkauf eines Latte macchiato die Milch automatisch abgebucht?
Nur mit einer rezepturbasierten Abbuchung, die nicht jedes Produkt mitbringt. Für Welda Stock sagen wir sie nicht zu. Unsere Unterlagen beschreiben stattdessen die Führung der Zutaten über Warnung bei kritischem Bestand, Einkaufsbuchung und regelmäßige Inventur.
Wie oft sollte ein Café Inventur machen?
Wöchentlich ist für verderbliche und teure Posten ein vernünftiger Anfang, Verpackungen dürfen seltener drankommen. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Gleichmäßigkeit: gleicher Tag, gleiche Person, gleiche Einheiten. Die Stichtagsinventur für den Jahresabschluss klären Sie gesondert mit Ihrer Steuerberatung.
Komme ich wieder an meine Daten, wenn ich wechsle?
Fragen Sie vor dem Kauf. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, ob Artikel, Kunden und Verkaufshistorie in einem offenen Format wie Excel exportierbar sind und ob das extra kostet. Für Kassendaten gelten zudem Aufbewahrungspflichten, auch nach einem Systemwechsel. Bei Welda Stock lassen sich Artikel- und Bestandslisten per Excel importieren und Berichte nach Excel exportieren.
Eine Woche zählen, dann entscheiden
Zählen Sie die Verkäufe dieser Woche in zwei Spalten, sortieren Sie die Verluste der letzten drei Monate nach "Tisch" und "Lager", und klären Sie parallel das Kassengesetz mit Ihrer Steuerberatung. Für die meisten Cafés beantwortet das die Frage Gastro Kassensystem oder Warenwirtschaft auf einer Seite Notizen. Zeigt das Ergebnis Richtung Bestand, bringen Sie Ihre Zahlen in ein kostenloses Gespräch mit und erzählen Sie uns, wie Ihr Café läuft. Passt Welda Stock, zeigen wir Ihnen die Einrichtung. Passt es nicht, sagen wir Ihnen auch das.