Lagerumschlag
Lagerumschlag ist eine Kennzahl, die angibt, wie oft ein Unternehmen seinen Bestand innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft und wieder auffüllt. Bei der gängigsten Berechnung werden die Herstellungskosten der verkauften Waren des Zeitraums durch den durchschnittlichen Lagerwert geteilt. Das Ergebnis zeigt, wie schnell Produkte das Regal verlassen und wie lange Kapital im Bestand gebunden bleibt.
Diese Kennzahl ist für Einzel- und Großhandel wichtig, denn ein hoher Lagerumschlag deutet in der Regel auf eine gesunde Nachfrage und eine effiziente Bestandsführung hin, während ein niedriger Wert auf Überbestände, langsam drehende Artikel oder gebundenes Kapital hinweisen kann. Betragen beispielsweise die jährlichen Herstellungskosten der verkauften Waren 600.000 und der durchschnittliche Lagerwert 100.000, ergibt sich ein Lagerumschlag von 6; der Bestand wurde im Jahr also durchschnittlich sechsmal erneuert. Den Umschlag nach Produkt, Kategorie und Zeitraum zu verfolgen, hilft bei der Planung von Bestellmengen und beim frühzeitigen Erkennen von Ladenhütern. Um diese Berechnung mit genauen und aktuellen Zahlen durchzuführen, ermöglicht der Einsatz einer Warenwirtschaftssoftware die automatische Erfassung von Bewegungen und Kosten. Für branchenspezifische Anforderungen können Sie die Lösung Warenwirtschaft für den Markt ansehen.