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Content-Marketing

Website-Inhalte vorbereiten: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Welda-Team8 Min. Lesezeit20 Juni 2026

Website-Inhalte umfassen sämtliche Texte und Bilder, die auf Ihrer Seite landen - vom Text der Startseite über Leistungsbeschreibungen bis zu Teamfotos und der Über-uns-Geschichte - und sie sind mindestens so wichtig wie das Design, oft sogar wichtiger. Aus unserer Agenturerfahrung wissen wir: Was ein Website-Projekt am häufigsten in die Länge zieht, ist nicht das Design, sondern das Warten auf Inhalte vom Kunden; ein Projekt, das eigentlich in 3-4 Wochen fertig sein könnte, kann sich über 2-3 Monate hinziehen, nur weil die Texte nicht ankommen. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, was auf welche Seite gehört, wie Sie Bilder vorbereiten und was Sie tun können, wenn Sie die Texte nicht selbst schreiben können.

Warum ziehen sich Website-Projekte wegen der Inhalte in die Länge?

Website-Projekte verzögern sich meist, weil die Inhalte zu spät geliefert werden - Unternehmer sind im Tagesgeschäft eingespannt und schieben das Schreiben immer wieder auf. Bei einem Erstgespräch antworten die meisten Kunden auf die Frage 'Schreiben Sie die Texte, oder machen wir das?' mit 'Das machen wir selbst'; doch sobald das Design fertig ist und die Texte an der Reihe wären, kann wochenlang nichts zurückkommen. Das bindet dem Designer die Hände - mit leeren Textfeldern lässt sich nicht weiterarbeiten, und das ganze Projekt bleibt hängen.

Am wirksamsten lässt sich das vermeiden, indem Sie schon vor Projektbeginn einen klaren Zeitplan für die Inhalte festlegen und eine verantwortliche Person benennen. Läuft ein Redaktionsplan parallel zum Designprozess, werden Projekte in der Regel im geplanten Zeitrahmen fertig. Nutzen Sie die Checkliste weiter unten in diesem Beitrag, um vor Projektstart zu klären, was Sie bereits haben und was noch fehlt.

Ein Vorgehen, das sich in der Praxis bewährt: Bestimmen Sie im Team eine einzige Person als 'Content-Verantwortlichen'. Sind mehrere Personen locker in Texte, Fotos und Freigaben eingebunden, wird schnell unklar, wer was bis wann liefern soll. Eine zentrale Ansprechperson hält die Kommunikation mit der Agentur sauber und behält mit einer kurzen wöchentlichen Checkliste den Überblick über offene Punkte.

Was sollten Sie auf welcher Seite schreiben?

Jede Seite hat ihre eigene Aufgabe, und ohne diese Aufgabe im Blick geschriebener Text bleibt entweder zu allgemein oder liefert nicht, was der Besucher eigentlich sucht.

Startseite: Machen Sie Ihr Wertversprechen unmissverständlich

Die Aufgabe des Startseitentexts ist es, dem Besucher innerhalb von drei Sekunden zu vermitteln, was Sie tun, für wen und warum er sich für Sie entscheiden sollte. Verzichten Sie in der Überschrift auf abstrakte Slogans und formulieren Sie stattdessen einen konkreten Nutzen: statt 'Qualitätsservice' lieber etwas wie 'Seit 15 Jahren entwickeln wir individuelle Software für KMU'. Für die Startseite brauchen Sie: ein Wertversprechen in einem Satz, eine Zusammenfassung Ihrer Leistungen in drei bis vier Punkten, mindestens eine Kundenreferenz und einen klaren Call-to-Action (zum Beispiel 'Kostenloses Angebot anfordern').

Über uns: Eine echte Geschichte statt Floskeln

Der häufigste Fehler auf der Über-uns-Seite sind Floskeln wie 'unsere Grundwerte sind Qualität, Vertrauen und Kundenzufriedenheit' - Sätze, die auf praktisch jedes Unternehmen zutreffen könnten. Erzählen Sie stattdessen Ihre echte Geschichte: Wann und warum haben Sie angefangen? Welches Problem wollten Sie lösen? Wer gehört zum Team, welche Erfahrung bringt es mit? Auch eine konkrete Zahl hilft: Ein Satz wie 'Wir haben bereits über 200 Unternehmen betreut' überzeugt deutlich mehr als ein vages Vertrauensversprechen.

Aufbau der Leistungsseite: Problem, Lösung, Beweis, Aktion

Jede Leistungsseite sollte aus vier Teilen bestehen: Beschreiben Sie zuerst das Problem, mit dem der Besucher zu kämpfen hat ('Verlieren Sie den Überblick bei telefonischen Terminvereinbarungen?'), erklären Sie dann, wie Ihre Leistung dieses Problem löst, liefern Sie anschließend einen Beweis (Referenz, Projektbeispiel, Zahl) und schließen Sie mit einem klaren Call-to-Action ab. Leistungsseiten, die diesen Aufbau überspringen, lesen sich meist wie eine reine technische Auflistung und überzeugen niemanden. Wie Sie den Seitenaufbau einer Unternehmenswebsite insgesamt gestalten, lesen Sie in unserem Leitfaden Unternehmenswebsite: Design und Inhalt.

Was gehört auf die Kontakt- und FAQ-Seite?

Die Kontaktseite braucht keinen langen Text - entscheidend ist die Genauigkeit. Prüfen Sie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, vollständige Adresse und Öffnungszeiten einzeln durch; eine veraltete Filialadresse oder eine abgeschaltete Telefonnummer zerstört das Vertrauen des Besuchers sofort. Bei der FAQ-Seite geht es weniger ums Formulieren als ums Sammeln der richtigen Fragen: Notieren Sie, was Ihre Mitarbeiter am Empfang oder Sie selbst im letzten Monat am Telefon am häufigsten gefragt wurden - diese Liste ergibt einen fertigen FAQ-Entwurf.

Wie lang sollten die Inhalte sein?

Die Seitenlänge richtet sich nach der Aufgabe der Seite: Eine Startseite kommt meist mit 150-300 Wörtern aus, während eine Leistungsseite 400-700 Wörter umfassen sollte, damit sie den Besucher überzeugt und Suchmaschinen zeigt, dass das Thema ausführlich behandelt wird. Für die Über-uns-Seite reichen 250-450 Wörter meist aus, um eine ordentliche Geschichte zu erzählen. Verstehen Sie diese Zahlen als Orientierung, nicht als Regel - entscheidend ist, ob Sie die Frage des Besuchers vollständig beantwortet haben. Eine zu knappe Leistungsseite lässt Lücken offen, eine unnötig aufgeblähte Seite ermüdet die Leser und verwässert die eigentliche Botschaft.

Bilder vorbereiten: Smartphone oder professionelles Shooting?

Mit dem Smartphone aufgenommene Fotos reichen bei gutem Licht und sorgfältiger Bildkomposition für die meisten kleinen Unternehmenswebsites völlig aus; ein professionelles Shooting macht vor allem bei Produktfotografie, E-Commerce und höherpreisigen Dienstleistungen (Kliniken, Hotels, Restaurants) einen echten Unterschied. Stellen Sie sich die Frage: Trifft der Besucher anhand dieses Bildes eine Kaufentscheidung? Ein schlecht beleuchtetes Handyfoto auf einer E-Commerce-Produktseite senkt direkt den Umsatz; ein Teamfoto auf einer Leistungsseite funktioniert dagegen auch mit dem Smartphone gut, solange es sauber komponiert und bei natürlichem Licht aufgenommen ist.

Vermeiden Sie Stockfotos, wo immer es geht - dieselben lächelnden Büromenschen, die auf tausenden Websites zu sehen sind, wecken beim Besucher den Zweifel 'Ist das überhaupt ein echtes Unternehmen?' Fotos Ihrer echten Räume, Ihrer echten Produkte und Ihres echten Teams schaffen mehr Vertrauen als jedes Stockbild - egal wie amateurhaft sie wirken. Halten Sie mindestens diese Motive vorab fest: Außen- oder Innenaufnahme Ihrer Räumlichkeiten, ein Team- oder Gründerfoto, Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung in Anwendung sowie fertige Projektbeispiele, falls vorhanden.

Wie sammeln Sie Referenzen und Social Proof?

Kundenreferenzen überzeugen mehr als alles, was Sie über sich selbst sagen könnten, weil Besucher der Erfahrung eines anderen mehr vertrauen als Ihrer eigenen Behauptung. Am einfachsten sammeln Sie Referenzen, indem Sie einen zufriedenen Kunden direkt nach Abschluss des Auftrags bitten, seine Erfahrung in ein paar Sätzen aufzuschreiben - fragen Sie erst Wochen später, antworten die meisten Kunden nicht mehr. Sie können auch die Sternebewertungen aus Ihrem Google-Unternehmensprofil mit Erlaubnis auf Ihre Website übernehmen - eine überprüfbare und aktuelle Quelle für Social Proof. Bitten Sie beim Einholen einer Referenz gezielt um einen konkreten Kommentar dazu, welches Problem Sie gelöst haben, statt um ein allgemeines 'Wir waren sehr zufrieden' - das steigert die Wirkung der Referenz auf Ihrer Website deutlich.

Was tun, wenn Sie die Texte nicht selbst schreiben können?

Wenn Ihnen Zeit oder Talent zum Schreiben fehlt, sagen Sie das gleich zu Beginn des Designprozesses klar Ihrer Agentur und fordern Sie einen Texterstellungsservice an - wird diese Entscheidung bis zum Schluss aufgeschoben, verzögert das das Projekt um Wochen. Die meisten Webdesign-Agenturen können aus einem kurzen Gespräch (welche Leistungen bieten Sie an, wer ist Ihre Zielgruppe, was unterscheidet Sie von anderen) professionelle Texte erstellen; Sie müssen nur die richtigen Rohinformationen liefern, die Sätze müssen Sie nicht selbst formulieren.

Ein Beispiel, das uns in der Praxis ständig begegnet: Ein Unternehmer genehmigt das Design, sagt dann 'Die Texte schreibe ich selbst', und Wochen vergehen; am Ende füllt er die Seite in Eile mit ein paar dürftigen Sätzen. Hätte dieselbe Person der Agentur stattdessen einfach fünf, sechs Fragen (Was machen Sie, welches Problem lösen Sie am häufigsten, auf welches Projekt sind Sie am stolzesten) mündlich beantwortet, hätte die Agentur daraus einen deutlich stärkeren Text machen können. Über das eigene Geschäft zu sprechen fällt den meisten Menschen viel leichter, als eine leere Seite zu beschreiben - diesen Unterschied früh zu erkennen, spart echte Zeit.

Eine weitere praktische Methode für Unternehmen, die sich mit dem Schreiben schwertun: Teilen Sie vorhandene Marketingmaterialien (Broschüren, Visitenkarten, Präsentationen, alte Angebote) mit der Agentur - diese Dokumente enthalten oft Rohmaterial, das sich direkt in Website-Texte übersetzen lässt. Vorhandenes, verstreutes Material zusammenzutragen ist für Sie weniger anstrengend und liefert der Agentur eine reichhaltigere Quelle.

Fordern Sie das Texterstellen bereits im Angebot als eigenen Posten an und lassen Sie sich den Preis schriftlich geben - manche Agenturen rechnen es ins Designpaket ein, andere stellen es separat in Rechnung. Wenn Sie zusätzlich SEO-orientierte Blog-Inhalte wollen, die Suchtraffic bringen, ist das ein eigenes Fachgebiet; unser Leitfaden SEO-optimierten Blogbeitrag schreiben liefert dafür einen guten Maßstab, egal ob Sie selbst schreiben oder die Agentur briefen. Wenn Sie eine langfristige Content-Strategie aufbauen möchten, ist auch unser Leitfaden Was ist Content-Marketing ein guter Ausgangspunkt.

Checkliste zur Vorbereitung

Wenn Sie die folgenden Punkte schon vor Projektbeginn bereithalten, läuft der gesamte Prozess reibungslos:

  • Unternehmensdaten: Firmenname, Adresse, Telefon, E-Mail, Öffnungszeiten, Social-Media-Konten.
  • Leistungs-/Produktliste: Name und Kurzbeschreibung jeder angebotenen Leistung, plus Preisspanne, falls vorhanden.
  • Notizen für Über uns: Gründungsjahr, kurze Entstehungsgeschichte, Teaminformationen, aussagekräftige Zahlen (Anzahl Kunden, Jahre Erfahrung).
  • Bilder: Logo in hoher Auflösung, Fotos von Räumen/Produkten/Team, fertige Projektbeispiele, falls vorhanden.
  • Referenzen: Kundenbewertungen, Sternebewertungen falls vorhanden, freigegebene Kundennamen.
  • Rechtstexte: Entwurf einer datenschutzkonformen Erklärung (im Sinne der DSGVO), bestehende Cookie-Richtlinie, falls vorhanden.
  • Häufig gestellte Fragen: Die 5-10 Fragen, die Ihre Kunden telefonisch oder persönlich am häufigsten stellen, mit kurzen Antworten.

Stellen Sie diese Liste vorab als Dokument zusammen und teilen Sie sie mit Ihrer Agentur - dann kann der Designprozess weiterlaufen, ohne auf Inhalte zu warten, und Ihre Gesamtprojektdauer verkürzt sich spürbar.

Häufige Fehler bei Website-Inhalten

  • Texte auf zuletzt verschieben: Unternehmen, die Inhalte bis zum Abschluss des Designs aufschieben, merken meist erst zu spät, dass genau das den Zeitplan sprengt.
  • Allgemeine, austauschbare Texte: Sätze, die wie von der Konkurrenz abgeschrieben wirken, hinterlassen beim Besucher keinen Eindruck - nutzen Sie konkrete, für Sie spezifische Details.
  • Preis und Dauer komplett verschweigen: Auch ohne exakte Zahl sorgt eine Spanne ('1.000-3.000 €', '2-3 Wochen') dafür, dass Besucher Sie ernst nehmen.
  • Bilder in niedriger Auflösung oder veraltete Fotos verwenden: Ein unscharfes Logo oder ein Jahre altes Teamfoto untergräbt den Eindruck von Aktualität.
  • Rechtstexte vergessen: Jedes Formular, das personenbezogene Daten erfasst, braucht eine korrekte Datenschutzerklärung - dieses Detail wird bei den meisten Projekten zum Schluss vergessen.

Fazit: Inhaltliche Vorbereitung ist genauso wichtig wie das Design

Eine gute Website entsteht viel mehr aus gut geplanten Inhalten als aus gutem Design allein - Besucher lernen Sie über das kennen, was sie lesen, nicht über das, was sie sehen, und daran entscheidet sich ihr Vertrauen. Zu wissen, was auf welche Seite gehört, die richtigen Bilder vorab bereitzuhalten und bei Bedarf professionelle Unterstützung beim Texten zu holen, macht Ihr Projekt schneller und wirksamer.

Bei Welda planen wir die inhaltliche Vorbereitung mit unseren Kunden zu Projektbeginn gemeinsam und bieten bei Bedarf auch Unterstützung beim Texten an. Werfen Sie einen Blick auf unseren Service Webdesign und Entwicklung, um zu besprechen, wie Sie Ihre Inhalte strukturieren sollten, oder kontaktieren Sie uns bei Fragen. Das Erstgespräch ist kostenlos - lassen Sie uns gemeinsam Ihre Inhalte planen.

Erleben Sie Welda in Ihrem eigenen Unternehmen.

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