Zum Inhalt springen
Webdesign

Website-Backups und Updates: Der Leitfaden

Welda-Team6 Min. Lesezeit23 Juni 2026

Website-Backups bedeuten, dass die Dateien und die Datenbank Ihrer Website in regelmäßigen Abständen auf einen separaten Server oder Cloud-Speicher kopiert werden; ohne diese Kopie kann ein Hackerangriff, ein Hosting-Ausfall oder ein einziger falscher Klick im Verwaltungsbereich Ihre Website für Stunden oder sogar Tage unbrauchbar machen. Eine statische Website und eine Website auf Basis eines Content-Management-Systems (CMS) benötigen unterschiedliche Backup-Frequenzen und -Methoden – dieser Leitfaden zeigt einen praktischen Ansatz für beide.

Warum Sind Website-Backups So Wichtig?

Eine Website ist nicht nur ein sichtbares Schaufenster, sondern ein digitales Vermögen, das sich über Jahre aufbaut: Blogartikel, Seitenstruktur, Suchmaschinen-Rankings, integrierte Formulare und Buchungssysteme. All das liegt auf einem Server, in einer Datenbank. Ohne Backups treten die Szenarien, die dieses Vermögen gefährden, häufiger auf, als man denkt:

  • Hosting-Ausfall: Ein Hardwarefehler oder Datenverlust auf Serverseite kann irreparabel sein, wenn der Anbieter keine Backups vorhält.
  • Hackerangriffe und Schadsoftware: Besonders bei Plugin-basierten Systemen wie WordPress kann ein veraltetes Plugin Schadcode auf die Seite bringen; ohne sauberes Backup dauert die Bereinigung deutlich länger.
  • Probleme nach einem Update: Ein CMS-, Theme- oder Plugin-Update kann manchmal mit der bestehenden Struktur kollidieren und Darstellung oder Funktion der Seite stören.
  • Menschliche Fehler: Eine versehentlich gelöschte Seite, eine falsch konfigurierte Einstellung oder eine überschriebene Datei gehören zu den häufigsten Fehlern im Alltag.

Diesen Szenarien ist gemeinsam: Keines davon ist unwahrscheinlich – sie passieren tatsächlich, und mit einem aktuellen Backup dauert die Behebung Minuten, ohne Backup kann die Seite tagelang offline bleiben oder Inhalte komplett verlieren.

Wie Oft Sollte Man Ein Backup Machen?

Die Häufigkeit richtet sich danach, wie oft sich Ihre Website ändert:

  • Statische Websites (überwiegend feste Seiten, selten aktualisiert): Ein monatliches Backup reicht meist aus, zusätzlich ein manuelles Backup vor größeren Updates oder Redesigns.
  • Websites mit Blog oder regelmäßigen Inhaltsupdates: Wöchentliche automatische Backups minimieren das Risiko von Inhaltsverlust.
  • Online-Shops und Plattformen mit Bestellungen oder Buchungen: Täglich, teils mehrmals täglich, da die Datenbank laufend neue Bestell- und Kundendaten erzeugt, deren Verlust direkten Umsatzverlust bedeutet.

Die Faustregel: Wenn der Verlust eines Tages an Daten für Ihre Website nicht wiedergutzumachen wäre, sollte auch Ihre Backup-Frequenz täglich sein.

Wie Richtet Man Automatische Backups Ein?

Manuelle Backups gehören zu den Prozessen, die am leichtesten vergessen werden – ein automatisiertes System ist daher immer zuverlässiger als eine manuelle Erinnerung. Drei gängige Wege in der Praxis:

  • Automatisches Backup über das Hosting-Panel: Die meisten Hosting-Pakete bieten tägliche oder wöchentliche automatische Backups; stellen Sie sicher, dass die Einstellung wirklich aktiv ist, und prüfen Sie regelmäßig, ob tatsächlich Backups entstehen.
  • Backup über ein CMS-Plugin: Bei Systemen wie WordPress können Backup-Plugins die Seite automatisch in einen externen Speicher (Google Drive, Dropbox, Amazon S3 usw.) kopieren.
  • Die 3-2-1-Regel: Der professionelle Ansatz sieht mindestens 3 Kopien vor, auf 2 verschiedenen Speicherarten (z. B. Hosting-Server und Cloud-Speicher), davon 1 an einem physisch getrennten Ort. Für kleine Unternehmen genügt oft eine vereinfachte Variante: zusätzlich zum Hosting-Backup einmal monatlich eine Kopie auf einen Rechner oder ein separates Cloud-Konto herunterladen.

Cloud-Speicher für Backups kostet eine kleine Unternehmenswebsite je nach benötigtem Speicherplatz meist zwischen 50 und 200 €/Jahr – ein geringer Preis im Vergleich zu den Kosten eines tatsächlichen Datenverlusts.

Warum Sollten Updates und Backups Zusammen Gedacht Werden?

Bei CMS-basierten Websites (insbesondere WordPress) werden Kernsoftware, Theme und Plugins regelmäßig aktualisiert; diese Updates sind meist notwendig, um Sicherheitslücken zu schließen, und sollten nicht übersprungen werden. Jedes Update birgt jedoch ein Kompatibilitätsrisiko: Ein Plugin-Update kann die Darstellung der Seite stören, ein Theme-Update eine individuelle Anpassung zurücksetzen.

Deshalb gilt die richtige Reihenfolge: Erst ein aktuelles Backup anlegen, dann das Update durchführen. Bricht die Seite nach dem Update, können Sie zum Backup zurückkehren und das Update erneut versuchen oder auf der alten Version bleiben, bis das Problem gelöst ist. Ohne Backup durchgeführte Updates lassen oft keinen Weg zurück.

Bei statischen Websites (code-basiert, ohne CMS-Plugins) ist dieses Risiko geringer, da Updates in der Regel von der Entwicklerin bzw. dem Entwickler kontrolliert in einer Testumgebung geprüft werden, bevor sie live gehen.

Wer Sollte Für Backups Verantwortlich Sein: Agentur Oder Unternehmen?

Diese Frage braucht eine klare, schriftlich festgehaltene Antwort, bevor das Projekt überhaupt beginnt. Ein häufiges Problem in der Praxis: Sowohl Agentur als auch Unternehmer gehen davon aus, dass Backups in der Verantwortung der jeweils anderen Seite liegen – am Ende macht niemand regelmäßig Backups.

Der praktische Ansatz:

  • Gibt es einen Wartungsvertrag, sollten Backups ein fester Bestandteil davon sein, mit schriftlich festgelegter Frequenz und Speicherort.
  • Ohne Wartungsvertrag sollte der Unternehmer zumindest selbst prüfen, ob die automatische Backup-Einstellung im Hosting-Panel aktiv ist und Backups tatsächlich entstehen.
  • In beiden Fällen sollte klar sein, wer Zugriff auf die Backups hat; wie bei der Domain-Inhaberschaft dürfen Backups nicht allein im Konto einer Agentur eingeschlossen bleiben.

Weitere kritische Fragen, die vor der Zusammenarbeit mit einer Agentur zu klären sind – darunter Backups, Quellcode-Eigentum und Wartungsumfang – haben wir in unserem Leitfaden Website-Wartung und -Pflege zusammengestellt.

Funktioniert Ihr Backup Wirklich? Das Wissen Sie Erst Nach Einem Test

Ein Backup zu erstellen ist nur die halbe Aufgabe; die andere Hälfte ist sicherzustellen, dass dieses Backup tatsächlich wiederhergestellt werden kann. Ein seltenes, aber reales Szenario: Erst im Ernstfall stellt sich heraus, dass jahrelang erstellte Backups beschädigt, unvollständig oder in einem inkompatiblen Format waren. Um das zu vermeiden:

  • Stellen Sie mindestens einmal jährlich in einer Testumgebung (getrennt von der Live-Website) wieder her, um zu prüfen, ob das Backup wirklich funktioniert.
  • Stellen Sie sicher, dass das Backup sowohl Dateien als auch die Datenbank (falls vorhanden) umfasst; nur Dateien zu sichern und die Datenbank zu vergessen, ist ein häufiger Fehler.
  • Prüfen Sie regelmäßig, ob Datum und Dateigröße des Backups plausibel wirken (z. B. kein Backup mit null Byte).

Einen ausführlichen Leitfaden zu SSL, HTTPS und allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Website finden Sie in unserem Beitrag Website-Sicherheit.

Häufige Fehler Beim Thema Backup

  • Backup auf demselben Server aufbewahren: Fällt der gesamte Server aus, geht auch das Backup verloren; Backups gehören immer an einen separaten Ort (Cloud-Speicher, anderer Server).
  • Sich mit "die Einstellung ist aktiv" zufriedengeben: Eine aktivierte automatische Backup-Einstellung bedeutet nicht, dass tatsächlich Backups entstehen; regelmäßige Kontrolle ist Pflicht.
  • Backup vor einem Update auslassen: Besonders vor einem größeren Plugin- oder CMS-Update dauert ein manuelles Backup nur Minuten, kann aber den ganzen Tag retten.
  • Nicht wissen, wer Zugriff auf Backups hat: Endet die Zusammenarbeit mit einer Agentur, muss der Zugriff auf Backups beim Unternehmen bleiben.

Häufig Gestellte Fragen

Braucht auch eine statische Website Backups?

Ja, aber seltener. Da sich Inhalte auf einer statischen Website selten ändern, reicht meist ein monatliches Backup; dennoch empfiehlt es sich, eine Kopie des Quellcodes (z. B. in einem Git-Repository) sicher aufzubewahren.

Muss ich für Backups extra bezahlen?

Die meisten Hosting-Pakete enthalten grundlegende automatische Backups, häufigere Backups oder längere Aufbewahrungsfristen kosten meist zusätzlich. Für kritische Websites wie Online-Shops ist diese Zusatzkosten angesichts des Risikos eines Datenverlusts vertretbar.

Was passiert, wenn ich ohne Backup aktualisiere?

Das Update kann reibungslos verlaufen, geht aber etwas schief, fehlt ein Backup zum Zurückspielen – das Problem muss dann manuell, Zeile für Zeile, behoben werden, was deutlich mehr Zeit und Kosten verursacht.

Fazit: Backups Sind Eine Leicht Übersehene, Aber Entscheidende Absicherung

Website-Backups wirken so lange wie eine unnötige Ausgabe, wie nichts schiefgeht; genau in dem Moment, in dem doch etwas passiert, zeigt sich diese kleine Investition als der entscheidende Faktor für die Kontinuität Ihres Unternehmens. Ein automatisiertes System einzurichten, die Verantwortung klar zuzuweisen und das Backup regelmäßig zu testen, ist für die meisten Unternehmen eine Sache von wenigen Stunden.

Bei Welda integrieren wir Backup- und Update-Prozesse standardmäßig in die Wartung jeder von uns entwickelten Website, damit Unternehmer damit nie allein dastehen. Wenn Sie planen, eine Website erstellen zu lassen, oder den Backup-Prozess Ihrer bestehenden Website überprüfen möchten, werfen Sie einen Blick auf unseren Service Webdesign und Entwicklung.

Brauchen Sie Unterstützung dabei?

Erleben Sie Welda in Ihrem eigenen Unternehmen.

  • Kostenlose Erstberatung
  • Antwort am selben Werktag
  • Laufender Support

Lieber ohne Formular?

Wobei können wir helfen?

Bitte geben Sie mindestens Telefon oder E-Mail an.

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzhinweise gelesen haben.

Ähnliche Beiträge